13. Oktober 2010 · 19 Kommentare · Kategorien: Open-Source · Tags:

Das Ziel war sehr hoch gesetzt: Es sollte gezeigt werden, dass der Marktanteil von GNU/Linux-Desktop-PCs größer als 1% ist. Dies wird aktuell langläufig angenommen. Ein Linuxnutzer entschied sich, einen Counter zu starten, bei dem sich jeder Linux-Nutzer anmelden sollte. Die Gesamtzahl aller PCs wurde auf 1 Milliarde festgelegt. So kann ein ungefährer Prozentsatz berechnet werden. Das Vorhaben war meiner Meinung nach bereits von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Der Zwischenstand nach etwa einer Woche sieht wie folgt aus:

Registrierte Linux-Computer: ca. 94.000

Linux-PCs/Gesamt-PCs: 0,0094 %

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Das ursprüngliche Ziel, über 1% zu erreichen wird wohl in absehbarer Zeit nicht gelingen. Interessanter als die Gesamtzahl ist allerdings der Anteil der Distributionen, die die angemeldeten Benutzer angegeben haben – wenn auch diese Statistik nur sehr begrenzt aussagekräftig ist.

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19 Kommentare

  1. war ja von Anfang an zum scheitern verurteilt, so eine dumme Idee. Und natürlich sind es über 1% xD

  2. Wieso nicht einen Counter anlegen, wo sich jeder einträgt, der *kein* Linux-User ist? Die Differenz zu 100% ist dann der Anteil der Linux-User.

  3. Counter hin oder her, wenn man sich bei einer Seite registrieren muss, werden sowieso kaum welche mitmachen. Aussagekräftiger wäre es wenn die Distributionen ihre Zugriffe zählen würden (Natürlich anonymisiert), z.b. wenn die repos geupdatet werden oder wenn man etwas installiert

  4. @vinho Tolle Idee, du weist ja, glaub keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast^^ So hätten wir unsere 100% Marktanteil binnen Sekunden….

  5. Außerdem gibt’s schon einen Linux Counter … und er heißt: http://counter.li.org/

  6. Verhaltensregel Nummer 1 im Netz: Gebe nirgendwo deine Daten Preis wenn es nicht unbedingt sein muss.

  7. Ich hab bis heute nicht die Bestätigungsmail erhalten… Im Spam-Bericht war sie mal nicht enthalten, von daher hab ich das Gefühl, dass dieses Probleme öfter aufgetreten ist. :/
    Konnte also nie abstimmen….

  8. Vertraut auf Distrowatch! 😉
    Lieber Linux unter sich vergleichen. Das ist einfacher

  9. Wäre zunächst mal interessant wie groß der Teil der Milliarde ist, der die Seite überhaupt lesen kann.

    Naja, schon ne naive Aktion, aber lieber naiv als primitiv, wie Westernhagen ja schon mal festgestellt hat.

  10. Liebe Linux community

    Ihr habt wenig Marktanteile, weniger bekannt als die ganz großen. Anstatt ein Produkt rauszubringen das überragend ist, verwickelt ihr euch in hunderte kleine Distributionen und Benutzeroberflächen.
    Eine kleine Überlegung für euch: Stellt euch vor man würde einige Jahre fokusiert (also alle Linuxgeeks) an EINER Distribution arbeiten, nur an EINER benutzeroberfläche, und fokusiert je Aufgabe nur eine Applikation aufwerten ( Videoschnitt, Videobetrachter, etc). Wie würde Linux sein? Ultimativ. Dann Werbung machen. publik machen, wenn es die Leute mal kennen, könnt ihr euch austoben und meinetwegen 300 verschiedene Benutzeroberflächen entwickeln, von Gnome bis hin zu einem 4D irgendwas.

    Eine Überlegung auf jeden Fall wert!

  11. wow
    Wenn sich ein Prozent der Linuxbenutzer selbst eingetragen haben, wären das sehr viel. scheint mir unrealistisch.

    mit der Annahme, dass sicher weniger als jeder hundertste Linuxbenutzer sich selbst einträgt, ist der Linux-Benutzeranteil sicher höher als 1 Prozent.

    Was meint ihr?

  12. Wenn es so einfach wäre…

  13. Ich finde das nicht erstrebenswert, immerhin ist die große Vielfalt eine der größten Stärken von Linux

  14. Reine Spekulation … und keine Aussagekraft 😉

  15. Da Linux ja bekanntlich auch auf Handys, Standalone DVD-Playern usw ist ohne dass es die Nutzer wissen kann es garnicht über einen „Klick mich an“ Counter gemessen werden. 😉

    Viele der Windows-Fans würden einen Schock bekommen wenn sie die wahre Zahl der Linux-User erfahren könnten… 😀

  16. Welch Unsinn! Du vergleichst Äpfel mit Zebras. Bei dem ewigen Rennen Linux gegen Windows geht es um die Vorherrschaft auf dem Client Markt. Allerdings findet dieses Rennen nur in den Köpfen einiger weniger Linuxspinner die umbedingt eine Religion aus einem OS machen wollen statt. Linux hat auf dem Client Markt keinerlei Bedeutung und dümpelt schon immer irgendwo unter dem berühmten 1% rum. Und das sind zum großen Teil Leute die das mal probieren und dann nach einem Monat genervt den Schmarrn wieder mit Windows überspielen. Dauerhafte Linuxclientuser liegen weit weit unter einem Promille.

  17. Es gibt zwar einige Ubuntu-Jünger die gern aus Linux, warum auch immer, ein kostenloses Windows machen möchten , aber Ersrebenswert ist das doch nun Wirklich nicht.
    Zudem gibt es Windows und MacOS schon warum soetwas Clonen und nun auch noch aus Linux unbedingt zu einem GeeK OS machen?
    Wem Linux immernoch zu Schwer ist , ist halt zu „Leicht“ dafür und sollte sich nach etwas anderen Umsehen.
    Marktanteile haben für Linux Distributionen nicht die Bedeutung wie für Andere Betriebssysteme, wir müssen ja nichts Verkaufen.

  18. Ein Linux-Counter ist gelinde gesagt Überflüssig , da wie hier schon Gesagt niemand gern freiwillig Daten preisgibt besonders bei Linux – Nutzern.
    Zudem es ziemlich genaue Webseiten Analysen im Netz gibt , dies wurde schon öfters Überprüft und niemand kam dabei zu einem groß Abweichenden Ergebniss , außer die Linux Anwender würden mit ihrem OS (warum auch immer?) nicht im Internet Sürfen.

  19. Oscar alias xpenguin

    Über ein Jahr zu spät, aber was soll’s. Wenn ich nicht solch ein durchgeknallter Typ wäre mit der ideologischen Überzeugung, daß Software nichts kosten DARF, damit sie JEDER nutzen kann, dann hätte ich wahrscheinlich heute Windoof 7 auf der Platte. Sommer 2009 hatte ich ein zerschossenes XP auf einem gebraucht gekauften Uralt-Rechner ohne Install-CD – und keine Kohle! In irgendeiner Computer-Zeitung, die nicht nur M$-Produkte anbiederte, las ich dann über Linux was Allgemeines und daß es nichts kostet. Also stiefelte ich los und kaufte die erste beste Linux-Zeitung mit DVD. Das war KNOPPIX 5.?. Für jemanden, der überhaupt erst ein halbes Jahr mit Computern zu tun hatte und nur XP als „Raubkopie“ ohne Service-Packs kannte, war das wie eine Reise nach Deep Space 9! Mehrere Arbeitsflächen, die sich wie ein Würfel drehen und Fenster, die beim Schließen auseinanderfallen – ich staunte Bauklötze! Und schon in einer halben Stunde hatte ich rausgefunden, wie ich aus den gleißend weißen Fenstern dunkle machen konnte, ebenso die Leisten. Internet hatte ich damals allerdings noch nicht. Und als ich auch noch die für meine Begriffe „Unmenge“ von Programmen aller Art schon im Live-System sah, war mir klar, daß ich nie wieder etwas Anderes wollte als Linux! Seitdem bin ich auch in den GNOME-Desktop verliebt! Deshalb war es vor ein paar Monaten auch wie ein Stich ins Herz, als bei Sabayon 5.5 nach dem Reboot im Anschluß an eine größere Aktualisierung plötzlich etwas ganz Anderes kam! Anfangs wußte ich garnicht, was das war – das sah wie ein Netbook-Desktop aus! Da erinnerte ich mich, daß ich kurz zuvor etwas über GNOME 3 gelesen hatte, allerdings in Verbindung mit Fedora 16. Fedora mag ich aber ohnehin nicht, weil diese US-Lady immer behauptet, meine Hardware sei nicht für grafische Effekte geeignet, und verlogene Weiber mochte ich noch nie! Also kümmerte ich mich nicht weiter darum – und dann das!
    Trotzdem werde ich nicht zu M$ zurückgehen! Ich weiß noch nicht, wie ich es machen soll, aber ich werde mich schon aus ideologischen Gründen wohl oder übel damit abfinden müssen, daß der geliebte Stinkefuß Stück für Stück in einen Minimaldesktop umgewandelt wird, während man XFCE Stück für Stück verbessert…
    He, Linus! Warte, ich komme vielleicht auch bald!…

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