Jeder kennt sie, viele nutzen sie, einige hassen sie. Ich spreche von den seit einigen Jahren auf sehr vielen Internetseiten eingebundenen Buttons für soziale Netzwerke, à la „Gefällt mir“, „Tweet“ oder „+1“. In Deutschland sind die Buttons aus Datenschutz-Gründen in die Kritik geraten und befinden sich deshalb seit einiger Zeit auch wieder auf dem absteigendem Ast. Im Rest der Welt werden diese Buttons aber immer mehr auf nahezu allen Webseiten eingebunden.

Wie werde ich diese Buttons los?

In diesem Artikel möchte ich darauf eingehen, wie sich Buttons dieser Art blockieren lassen. Doch zuerst möchte ich kurz darlegen, warum dies überhaupt für den ein oder anderen sinnvoll sein könnte.

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Gründe für eine Blockade der sozialen Buttons

  • Datenschutz: Google, Twitter und Facebook könnten mithilfe der eingebunden Codes nachvollziehen, auf welchen Webseiten du dich umhertreibst. Sie müssen ja nicht alles wissen.
  • Geschwindigkeit: Das Laden der Buttons dauert oft länger als das Laden der restlichen Webseite.
  • Keine Notwendigkeit: Ich persönlich nutze die Buttons eigentlich nie, weshalb sie nur unnötig Platz verschwenden.
  • Hässlichkeit: Oft sind die Buttons so hässlich eingebunden sind, dass sie das Erscheinungsbild der gesamten Seite negativ beeinflussen.

Vorgehensweise

Social Media Buttons können auf verschiedene Arten blockiert werden. Eine der besseren Möglichkeiten ist die Blockade der Buttons mittels Adblock (oder Adblock Plus) und einer eigenen Filterliste. Adblock (Plus) bekommt ihr für hier zum Beispiel für FirefoxChrome oder Safari. Von Adblock werden die meisten Leser hier wohl schon mal gehört haben. Auf die Erweiterung selbst möchte ich auch nicht näher eingehen.

Nachdem ihr euer Adblock also installiert und, falls erforderlich, den Browser neugestartet habt, könnte ihr nun eine Filterliste für Social Media Buttons installieren. Diese Filterliste könnt ihr entweder manuell anlegen oder eine vorgefertigte verwenden, die auch noch regelmäßig automatisch aktualisiert wird. So eine vorgefertigte Filterliste gibt es zum Beispiel auf maltekraus.de.

Diese Filterliste muss nun zu den anderen Filterlisten in Adblock ergänzt werden. Das Vorgehen ist leider von Browser zu Browser unterschiedlich, ich probier es mal für Firefox, Chrome und Safari verständlich aufzuschreiben:

Firefox

Klick auf den Firefox-Button links oben -> Addons -> Einstellungen bei Adblock Plus -> Filtereinstellungen -> Filterabonnament hinzufügen -> Anderes Abonnament hinzufügen

Chrome

Klick auf den Schraubenschlüssel rechts -> Tools -> Erweiterungen -> Optionen-Button bei Adblock

Social Media-Buttons in Chrome oder Safari blockieren

Safari

Ich hab leider keinen Safari zur Hand, weshalb ich den genauen Pfad zu den Adblock-Einstellungen auch nicht aufschreiben kann. Wie ich aber auf unterschiedlichen Internetseiten lese, kommen die Versionen von Safari und Chrome vom selben Entwickler, weshalb sich das grundsätzliche Vorgehen nicht großartig unterscheiden dürfte.

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6 Kommentare

  1. Vollständig und praktisch, vielen Dank!

  2. Was für einen Vorteil hat diese Liste denn gegenüber der EasyPrivacy-Liste? Also sind die Blockierungen von Malte Kraus in einem Bereich umfassender als die von EasyPrivacy?

  3. Hmm … ich habe Easy Privacy noch nie ausprobiert. Es scheint aber vor allem Tracking-Scripte zu blockieren. Werden damit auch Social Buttons gesperrt?

  4. Hab es gerade probiert. Die Buttons werden trotz aktivierter EasyPrivacy-Liste angezeigt.

  5. Hallo Valentin,
    danke für den Tipp. Ich nutze außerdem noch das tolle Addon „Ghostery“.
    Gruß DSIW

  6. Der Link zu der Version für Chrome geht zu „AdBlock“, es gibt nun aber auch Adblock Plus für Chrome: https://chrome.google.com/webstore/detail/cfhdojbkjhnklbpkdaibdccddilifddb

    Diese Version ist viel besser (keine störende Donation Abfrage) und von dem selben Entwickler, wie die original Version von Firefox.

  7. Pingback: Mein wichtigstes Programm: Der Browser | picomol.de

  8. Pingback: Tschüss Social-Kram › picomol.de

  9. Pingback: Adblock Plus-Whitelist für OSBN-Blogs › picomol.de

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