21. August 2011 · 14 Kommentare · Kategorien: Open-Source · Tags:

Wie ich gerade auf OMGUbuntu! gelesen habe, haben sich ein paar Entwickler zusammen getan, um das GNOME2-Projekt unabhängig von GNOME3 weiterzuentwickeln (Fork). Der Name des GNOME2-Forks lautet Mate und ist laut Entwicklern ein – wörtlich – “non-intuitive and unattractive desktop for users, using traditional computing desktop metaphor.” Man spricht damit also genau die Computernutzer an, die neuartigen Desktop-Modellen, wie sie GNOME3 oder Unity darstellen, nichts abgewinnen können und beim guten, alten, klassischen Desktop bleiben wollen.

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Nun ist es meiner Meinung ja so, dass weder GNOME3, noch Unity, derzeit wirklich ausgereift sind. Das GNOME2-Projekt wird offiziell nicht mehr weiterentwickelt. GNOME2 ist aber von jetzt auf gleich deshalb nicht vom Erdboden verschwunden. Keiner zwingt jemanden dazu, heute kein GNOME2 mehr einzusetzen. In der aktuellen Ubuntu-Version Natty, kann auch derzeit noch ohne Probleme auf den klassischen GNOME2-Desktop gewechselt werden. Diese Ubuntu-Version wird noch über ein Jahr lang mit Updates versorgt werden. Ist diese Zeit mal vorbei, kann man als Fan eines klassischen Desktops immer noch auf Xfce oder einen anderen alternativen Desktop umsteigen.

Ich bin allerdings der Meinung, dass die kommenden GNOME3- oder Unity-Versionen auch die meisten Skeptiker überzeugen werden. Bei beiden Desktops handelt es sich im Prinzip um *.0-Versionen. Beide Desktops werden mit den nächsten Versionen reifer werden und derzeit sicher noch vorhandene Fehler langsam aber sicher ausbügeln.

Zur Info: Auch vom KDE-Projekt gibt es eine Abspaltung. Sie nennt sich Trinity und beruht auf der KDE3-Serie. Wie gut der Fork funktioniert, bzw. wie viele Trinity einsetzen, weiß ich nicht. Da man aber relativ wenig davon hört, denke ich, dass die Zahl der Anwender relativ gering ist.

Bleibt also die Frage: Brauchen wir wirklich einen GNOME2-Fork oder ist die Arbeit, die dafür geleistet wird, am Ende reiner Zeitvertreib für die Entwickler?

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14 Kommentare

  1. Florian Greinus

    Ich denke, dass es viele Old-School-User oder Menschen die sich vielleicht auch nicht unbedingt umgewöhnen wollen freuen wird, dass es solche Projekte gibt.
    Wohl auch Firmen, die ihren Mitarbeitern Ubuntu 10.04 o.Ä. bereitgestellt haben scheuen sich davor, soetwas wie Unity oder GNOME 3 an ihre Mitarbeiter weiterzugeben.
    Ich habe kürzlich GNOME 3 unter Fedora 15 getestet und es läuft zwar stabil, aber es ist meiner Meinung nach Unity noch ein Stück hinterher, selbst wenn es schicker ist. Jedoch ist Unity einfach besser durchdacht, man kommt schneller ans Ziel und es wirkt bekannter. Die Alpha 3 von Ubuntu 11.10 wirkt sehr vielversprechend, vorallem was Usability, Geschwindigkeit, Stabilität und Konfigurationsmöglichkeiten angeht, weshalb ich wie du ebenfalls denke, dass der Ozelot viele Kritiker der ersten Stunde überzeugen wird, dass die Trennung von GNOME und die Schaffung von Unity die richtige Entscheidung war.

  2. Ich glaub sogar, dass das dazu führen könnte, dass mehr Leute die neuen Shells verwenden, weil dann diese kategorische Klemme à la „Die zwängen es mir auf, also verwende ich es nicht.“ verschwunden ist. Einige werden mit neuen Augen daran gehen, weil sie nicht mehr das Wissen im Hinterkopf haben, dass ihre gewohnte Alternative nicht mehr nur über eine Version als Fallback möglich ist, sondern zur Not auch länger, viel weniger wutblind darüber, dass man ihnen ihr Fundament raubt.
    Dass manche die Sache dann evtl. objektiver betrachten und daraufhin feststellen, dass das ganze gar nicht so hirnverbrannt ist, wie anfangs angenommen, kann Unity und der Gnome Shell ja nur gut tun.

  3. Ich denke nicht, dass man jetzt dringend einen Gnome 2 Fork braucht. Ich gehe mal davon aus, dass der Fallback-Modus (auf Druck der User) von Gnome 3 noch weiter ausgebaut wird, damit auch auf älteren Systemen Gnome 3.x laufen kann. Für all diejenigen, die sich überhaupt nicht mit Gnome 3 anfreunden können, gibt es immer noch das auch sehr gute und performante Xfce4, was aber leider nicht besonders schnell entwickelt wird. Statt jetzt wieder ein neues Projekt auf die Beine zu stellen, das dann möglicherweise nach kurzer Zeit wieder eingestellt wird, sollten unzufriedene User imho lieber an Xfce mitarbeiten. Schaut man sich z.B. http://www.xubuntu.org/ an, sieht man, dass das auch ohne weiteres so schön aussehen kann wie Gnome 2. 😉 Ich habe jetzt schon 2 Gnome 2 forks gesehen, die beide nach kurzer Zeit wieder verschwanden.
    Die Möglichkeit projekte zu forken mag zwar auf der einen Seite ein großer Vorteil von OpenSource sein, andererseits führt es aber leider (wie auch im Fall Gnome 3 Unity) dazu, dass unnötigerweise ähnliche Projekte unabhängig voneinander entwickelt werden. Es gibt schon genug (Ab)Spaltungen beim Linux-Desktop – mehr Zusammenarbeit wäre mal fein. =)

  4. Hmmm, ich würde einen Gnome2-Fork begrüßen und wahrscheinlich auch nutzen. Bin wohl zu altmodisch für Unity oder Gnome3…
    Auf dem Laptop bin ich grad letzte Woche auf Scientific Linux umgestiegen, wegen der Gnom2-Unterstützung bis Ende 2017… :p

    Ich kann ja verstehen, daß die Entwickler mit der Zeit gehen und Altlasten über Bord haben wollen, aber irgendwie kann ich nicht verstehen, warum man nicht einfach die Priorität für Gnome2 herabsetzt, anstatt es „sterben“ zu lassen. Es muß ja keine großartigen Weiterentwicklungen diesbezüglich geben.

    Zu xfce & co kann ich nur sagen, daß sie für mich keine wirklichen Alternativen darstellen.

    Bin gespannt, wie´s in 2-3 Jahren aussieht, hoffe ja, daß der ganze Trubel sich schnell legt und die Entwicklungen in vernünftigen Bahnen weiter verlaufen.

  5. Pingback: GNOME-Shell unter Oneiric | drice.blog

  6. Ich finde es interessant, wenn sich eine Gruppe der „alten“ Version annimmt und diese weiterentwickelt. Ob es eine Zukunft hat, muss sich noch zeigen. Ein wichtiger Schritt dafür wäre eine Portierung auf alle wichtige Distributionen. Leider habe ich auch noch kein Bild gesehen. Gibt es bereits eine erste Version?

  7. Pingback: Linux Mint 12 (Lisa) erscheint im November | picomol.de

  8. hi Leute,

    also ich muss sagen, ich mag gnome3 sehr. Nur das Problem ist: einige Grafikkarten mögen Gnome3 einfach irgendwie nicht. Ganz besonders bei Nvidia-Grafik. Und das hängt mit den bisherigen Problemen im nvidia-treiber und in jockey-gtk zusammen, weil jockey-gtk immer noch einen falschen Output ausgibt, obwohl der Treiber tatsächlich funktioniert. Ich frage mich schon, wieso jockey-gtk da ausgerechnet einen falschen Output geben und damit etliche User verunsichern muss.

    Denn der opensource-Treiber nouveau ist keine Zukunft, da er die Grafikkarten wortwörtlich grillt (extreme Überhitzungsprobleme; habe ich bei mir ebenfalls festgestellt und bin daher wieder zum proprietären Treibre gewechselt). Aber dieses Problem gilt nicht nur für den Nvidia-Treiber sondern laut den Comment s auf Launchpad auch für ATI-karten.

    Von daher finde ich es eine gute Sache, dass es einen offiziellen Fork von Gnome 2.x geben soll und dieser traditionelle Desktop damit offiziell weiterleben darf. Denn dass garantiert auch den Grafikkarten, die ich genannt habe, ein Weiterleben ohne Überhitzungsprobleme, da hier der proprietäre Treiber anständig läuft (trotz falschem Output von jockey-gtk).

    Wie gesagt: ich finde, man kann den bisherigen Gnome 2.x-Desktop mit ein bischen Styling und Panel-Add-ons fast genauso aussehen lassen wie Gnome3. Dazu muss man lediglich z.B. die Uhr mittig auf dem Panel platzieren, dann die Sitzungsanzeige ganz rechts auf dem Panel platzieren und direkt daneben das Benachrichtigungsfeld und direkt daneben dann noch die Benachrichtigungsanzeige.

    Ganz links kommt dann das Gnome-Hauptmenü hin, dann links neben die Uhr kommt noch das sensors-Applet hin. Dann nur noch das Panel von unten nach oben verschieben und schon hat man eigentlich so gut wie den Gnome3- Look.

    OK, um es noch mehr wie Gnome3 aussehen zu lassen, fehlen eigentlich nur noch die Gnome3-Wallpaper. Aber die kann man sich ja auf http://gnome-look.org herunterladen oder über andere Internetseiten. Dann diese nur noch einsetzen und die community-themes über die Synaptic installieren und schon sieht es so gut wie Gnome3 aus.

    Von daher: ich finde diese Parelell-Existenz richtig gut. Der User hat also die freie Wahl.

    Ich grüße euch mit Vorfreude auf LinuxMint 12

    Andrea

  9. Pingback: Tridex » Blog Archive » GNOME 2 lebt! ¡Bienvenidos MATE! - Rund um IT…

  10. Hi,

    schalte einfach in Deinem Browser die Tabs ab. Dann wird alles in einem neuen Fenster aufgemacht. Dann wirst Du die Defizite von Unity und Gnome3 sofort realisieren: Man sieht nicht mehr, welche Fenster offen sind.

    Auf einem Tablet unterwegs ist das kein Problem, Android hat das auch nicht. Aber am Desktop ist es wichtig, insbesondere, wenn man mit dem Computer arbeitet.

    Ein Böromitarbeiter schreibt einen Brief in der Textverarbeitung, es kommt ein Telefonat, und er muss schnell zur Kundendatenbank umschalten. Bei Unity oder Gnome3 ist das ein Unding. Mit der Taskzeile in Gnome2 ist das kein Problem.

    Du wirst auch keinen ganzen Tag Deinen Browser ohne Tabs betreiben, weil dann ist das System einfach nur unbrauchbar.

    Ein zweites Beispiel sind Tooltips. Klar, der Tabletnutzer hat nix davon, aber der Mausnutzer fährt z.B. mit der Maus auf das Lautsprechersymbol, bekommt als Tooltip die Lautstärke angezeigt, und kann mit dem Mausrad lauter oder leiser stellen.

    Nein, an sich brauchen wir keinen Fork von Gnome2, es würde reichen, wenn die Unity oder Gnome3 Entwickler uns die Wahl lassen würden. Eine einfache Umschaltung „Desktop“ und „Tablet“ würde ja reichen. Firefox z.B. lässt seine Nutzer beispielsweise diverse Unsinnigkeiten wie die Awsomebar abschalten oder Änderungen wie Menüstrukturen selbst wieder auf den Status Quo umstellen. Das ist der einzige Grund, weshalb es keinen Firefox2 Fork gibt. 😉

    Die Gnome2 Emulation von Unity und Gnome3 auf Ubuntu 11.10 ist unvollständig, und enorm träge, quasi Gnome2 auf Valium.

    Wenn die Entwickler von Gnome und Unity die Desktopnutzer nicht aussperren, braucht es keinen Fork. Angeblich soll mit Ubuntu 12.04 ein erheblicher Teil der Defizite behoben werden. Schaun wir mal, ich habe im Auftrag ca. 50 Bürorechner bei verschiedenen Firmen von 11.04 auf 10.04 umgerüstet, mit dem weiteren Auftrag, dafür zu sorgen, dass es so bleibt – also Notfalls eben einen Wechsel zu Debian oder Mint mit Gnome2 vorzubereiten.

    Wie gesagt, wenn man nicht vorsätzlich Dinge deaktiviert und abschaltet, braucht es keinen Fork. Bei der Abschaltung der Tooltips der Lautstärkeanzeige hat sich aber gezeigt, dass die Entwickler keine Rücksicht nehmen wollen, und die Nutzer dazu zwingen wollen, das zu tun, was die Entwickler wollen. Dafür ist Software eben nicht gemacht, Microsoft kann das tun, Open Source Projekte nicht.

    LG Tom

  11. Oscar alias xpenguin

    @Andrea: Finde ich irgendwie lustig: GNOME 2 wie GNOME 3 aussehen lassen zu wollen. Bislang ging es doch wohl eher um das Umgedrehte, oder irre ich mich da? Das Hauptproblem bei Pseudo-GNOME 3 ist auch weniger das andere Aussehen, sondern daß man anfangs der Meinung war, dem User eine Art Einheits-Desktop aufzwingen zu wollen, an dem er gefälligst nichts herumzubasteln hat! Wenn ich früher ein neues OS mit GNOME 2 installiert hatte, sah es meist auch erst einmal recht besch***eiden aus. Aber da gab es ja den (Fast-)Alles-Könner gnome-appearance-properties. Dieses Tool sei mit GNOME 3 nicht kompatibel und daher abgeschafft worden, schrieb mir ein Typ, der sich FERNmann nennt und für einen Nerd hält. Ja, sicher. ALLES war nicht kompatibel und hätte dann wohl auch abgeschafft werden müssen. Andere Sachen wurden aber portiert, nur eben das Panel und gnome-appearance-properties nicht. Und mir kann niemand erzählen, daß es absolut unmöglich wäre, auch dieses Teil zu portieren. Es ist nur halt nicht gewollt. Der User kann sich doch mit diesem wesentlich besch***eideneren Tweak-Tool herumärgern, das nicht einmal ein Viertel davon kann! Und ehrlich gesagt glaube ich auch nicht, daß sich in dieser Hinsicht mit „GNOME“ 3.6/3.8/3.10 etwas wirklich Entscheidendes ändern wird. Anders als beim Umstieg von KDE 3 auf KDE 4 ist es eben nicht das Problem, daß dieses angebliche GNOME unfertig sei und man nur abwarten müsse, dann würde es schon besser werden wie damals bei KDE. Nein, hier haben wir es mit einer Anti-Individualismus-Philosophie zu tun. Und alles, was den Desktop individualisieren könnte, wird der User diesen merkwürdigen Ideologen, die sich eindeutig in Touch-Screens verliebt zu haben scheinen und daher wohl so Apple-mäßig vorgehen, wohl abpressen müssen…

  12. hi Oscar,

    also so sehe ich dass nicht. Man kann Gnome3 schon sehr gut mit dem Gnome-tweak-tool und mit dieser neuen Add-on Seite im Internet sehr gut konfigurieren.. Guck mal hier:

    https://extensions.gnome.org/

    Und wenn dir Unity nicht gefällt, dann gibt es neben Ubuntu noch ein weiteres geiles ubuntu-based Linux-System mit Gnome-shell: Luninux!! Such dass mal in Google. Bin derzeit dort und bin weg von LinuxMint, weil ich dieses Cinnamon ebenfalls nicht mag und damit auch nicht warm werden kann.

    Und themen kann man Gnome3 eigentlich auch recht gut mit den ganzen Gnome-Shell-themes. und wusstest du eigentlich, dass man sogar Docky in Gnome-Shell laufen lassen kann?? Hier in Luninux (die aktuelle version ist die 12er, basierend auf Ubuntu Precise) zumindest geht es!! Und hier hast du sogar noch ein weiteres geiles Add-on in Firefox pre-installiert zum Tracking-Schutz. Und auch etliche Programme gibt es hier, die einfach nur geil sind….

    Wie gesagt: so übel ist Gnome3 echt nicht. Aber den Gnome2-Fork MATE und dieses Untiy und auch dieses Cinnamon brauche ich überhaupt nicht!! Tschüüß Cinnamon und Tschüüüßßß MATE. Wer bitte braucht diesen Schrott???

  13. Oscar alias xpenguin

    Hallo, Mintkatze!
    Wir hatten schon einmal das Vergnügen, und schon damals hattest du mich, warum auch immer, für einen Anfänger gehalten. Ich nehme dir das natürlich nicht übel, aber ich sollte dich ein wenig aufklären. Die aktuelle Version von Linux Mint ist nicht 12, sondern 13. Mint 12 war Lisa und basierte auf Ubuntu Oneiric Ozelot (11.10). Mint 13 führt den Namen Maya und basiert auf Precise Pangolin (12.04). Weil die Mint-Version später kommt als das jeweilige Ubuntu, ist aber der Kernel immer etwas neuer. Bereits Lisa gab es auch in einer reinen Maté/Cinnamon-Version, die aber erst recht spät veröffentlicht wurde, und bei der Maté noch halbfertig war. Bei Maya ist es aber fertig. Ich habe diese Scheibe vorrätig, hatte mir das Ding aber nur mal versuchsweise installiert. Die Add-ons vom Firefox gibt es natürlich nicht nur in Linux Mint, denn sie werden nicht von den Mint-Entwicklern, sondern von Firefox selbst geliefert. Die hätte ich also auch in anderen Distributionen. Man kann, wenn man Mint-Liebhaber ist (weiß und grün sieht zwar ein wenig wie Polizei aus, aber wer es braucht…), natürlich auch auf den Ubuntu-Unterbau ganz verzichten und LMDE installieren. Die Nummer ist dann egal, weil es eine rolling release ist und automatisch auf den neuesten Stand aufrüstet. Zu alt sollte man die Scheibe aber dennoch nicht wählen. Mit 201107 ging es aber noch ganz gut. Maté komplett und Cinnamon sind dort auch schon vorrätig. Da kann man die proprietären Treiber aber nur per Befehlszeile installuieren, denn LMDE ist Debian, hat also keinen Jockey-GTK. Wegen Maté muß man mittlerweile aber nicht mehr unbedingt Mint installieren. Wenn man das tut, dann mehr aus Solidarität mit dem Mint-Team, weil denen Unity oder Pseudo-GNOME genauso wenig schmeckt wie mir. Man kann aber auch Precise Pangolin installieren und den Repository
    deb http://packages.mate-desktop.org/repo/ubuntu precise main
    dazuschreiben. Cinnamon ist da auch mit drauf. Dann kann man ja dieses scheußliche Unity komplett löschen, auf das ebenso scheußliche „GNOME“ 3 sch*** und muß nicht einmal versuchen, aus dem Fallback etwas zu machen, was auch nur ein wenig mit dem vergleichbar ist, was man uns gestohlen hat. Falls du mal ein paar andere Themes haben willst als die wenigen Standard-Dinger und sie auch nicht mit dkms nautilus hineinkopieren willst, dann nimm mal
    ppa:webupd8team/themes
    Leider ist da aber nur ein einziges dunkles drauf. Das sieht aber ganz gut aus…

  14. hi Oscar,

    also ich bin inzwischen mit meinem Lappi weg von LinuxMint, rüber auf Luninux, weil ich eben gerade Gnome-shell richtig total mag. Ich weiss auch, dass die aktuelle Version von LinuxMint die 13ner ist. Aber ich denke, ich werde mir diese nicht mehr installieren, weil die eben kein Gnome-Shell mehr mitbringt, soweit ich dass weiss. Und Unity sieht auf 20″-Bildschirmen einfach echt beschissen aus. Ich habe es getestet und dieses Cinnamon auch. Aber ich werde mit beiden nicht richtig warm.

    Und wie gesagt: auch ich bin keine Anfängerin mehr. Und ich habe auch schon die neueste Version von Ubuntu (die 12.10) getestet. Aber leider hat es mir da gleich nach dem ersten Systemupdate und Systemupgrade den proprietären Treiber für Nvidia rausgehauen und dass hat dann meine Graka zu heiß werden lassen. Daher warte ich jetzt erst mal, bis dieser Bug gefixt ist. Dieser Bug ist inzwischen schon auf Launchpad.net von etlichen Usern bestätigt worden und als „critical“ eingestuft!! Darüber hinaus habe ich dort auch schon mehrere andere Bugs gemeldet, die bereits ebenfalls auf „confirmed“ laufen.

    Wie gesagt: ich war bei LinuxMint seit der 9ner Version (Isadora) dabei bis eben zur aktuellen 13ner. Und hier habe ich derzeit erst mal den Switch gesetzt, da hier Gnome-Shell nicht mehr drin ist und statt dessen eben der Cinnamon-Desktop.

    Deswegen habe ich derzeit erst mal auf Luninux 12 umgesattelt und bleibe dort, bis dieser Nvidia-Bug in der aktuellen Ubuntu-Distro gefixt ist. Dann werde ich wohl Luninux auf meine andere stationäre Kiste setzen und Ubuntu auf mein Lappi machen.

    Grüßle
    Mintkatze

  15. Oscar alias xpenguin

    Hallo, Mintkatze!
    Ich weiß nicht, ob picomol der richtige Ort ist, um längere offene Diskussionen unter 4 Augen zu führen. Vielleicht solltest du deinen nächsten längeren Beitrag direkt an xtremetux@gmx.de senden.
    Deine Beiträge sind zuweilen ein wenig amüsant. Deine Unterscheidung zwischen LinuxMint und Linuxmint zum Beispiel. Wie ich aus deinem Text entnehmen kann, meinst du mit Ersterem anscheinend die Ubuntu-Version und mit Letzterem LMDE. Daß du auf diese sogenannte GNOME Shell so versessen bist, kann ich zwar nicht nachvollziehen, weil das Ding für mich eine Art Kulturverbrechen darstellt, aber ich bin ein liberaler Mensch, und jeder soll das nehmen, was ihm gefällt. Du mußt allerdings nicht auf LMDE, also Debian, umsteigen, um diese GNOME Shell zu bekommen. Mint in der GNOME Shell-Variante als Installations-Silberling gibt es nicht, weder als Ubuntu-, noch als Debian-Version. Aber es spielt ja auch keine Rolle, welchen Desktop du installierst. Ich habe auch Cinnamon installiert, obwohl ich diesem „Desktop-Bastard“ nichts abgewinnen kann. Die GNOME-Pakete sind alle auf den Ubuntu-Repositories. Wieso installierst du nicht einfach diese sogenannte GNOME Shell nach? Wenn man ein „normales“ Ubuntu installiert, aber Unity nicht haben will, dann macht man das doch auch. Einige Repos sind aber nach der Installation im Allgemeinen noch nicht aktiviert. Du solltest also die Häkchen setzen, dann am besten ein Terminal aufrufen, noch besser das Root-Terminal, und dann das Übliche: (sudo) apt-get update und (sudo) apt-get install gnome-shell. Nach dem Wiederanmelden sollte dann GNOME im GDM bzw. MDM anwählbar sein.
    Wieso das Ding überhaupt GNOME Shell genannt wird, ist auch nicht so ganz erklärbar. Eine Shell ist doch eine Kommando-Zeile. Der Umstand, daß man bei „GNOME“ 3 das Panel abgeschafft und eine tote, schwarze Leiste dafür zurückgelassen hat, macht es doch nicht zu einem Shell-gesteuerten System, oder irre ich mich da? Es gibt allerdings Leute, die als „Nerds“ bezeichnet werden und alle Start-Befehle auswendig zu wissen glauben. Die bedienen dann alles aus der Befehlszeile heraus.
    Ich kann dir übrigens einen Tip geben. Warum versuchst du es nicht einmal mit KNOPPIX 7.0? Das ist die derzeit einzige Distro, die bereits in der Live-Version den Nouveau-GLX drinhat, der vor allem mit ein wenig schwächeren Grafikkarten besser zurechtkommt als der proprietäre. Und mit 7.0 hat Knopper ebenfalls diese GNOME Shell neben KDE und LXDE zu bieten. Da brauchst du lediglich beim Booten, sobald der Pinguin erscheint, die F3-Taste zu drücken und dann „knoppix desktop=gnome“ reinzuschreiben. Enter und auf deine GNOME Shell warten. KNOPPIX ist auch Debian, installiert aber viel mehr Tools von der Scheibe. Da muß man aber vorpartitionieren. Man braucht entweder eine leere Partition, die Knopper dann automatisch partitioniert, oder gleich eine reiserfs-Partition. Bei Knopper hat man keinen Username und kein User-Passwort. Deshalb gibt es auch keinen Abmelden und in einem anderen Desktop wieder Anmelden. Um den Desktop zu wechseln, müßte man das im Boot-Menü umschreiben. Wenn du also mit „GNOME Shell“ installierst, dann hast du eben nur deine geliebte „Shell“ und sonst nixxx…

  16. Oscar alias xpenguin

    Weil die Adresse oben getrennt wurde, noch einmal:
    xtremetux@gmx.de

  17. Pingback: MATE-Desktop in Ubuntu 12.04 installieren | picomol.de

  18. Pingback: Unity & das Ende vom Ubuntu-Experiment. | unnamed feelings

  19. Oscar alias xpenguin

    Und jetzt haben wir Februar 2013, und es hat sich nichts wirklich geändert. Auch Pseudo-GNOME 3.6, das es mittlerweile gibt, ist nur mit sogenannten Extensions und jeder Menge Fummelei halbwegs hinzubekommen, und SolusOS hat gerade einen neuen Fork herausgebracht, um den wirklichen Stinkefuß am Leben zu erhalten. Anders als Maté, der ja in Wahrheit nichts anderes als ein auf den 3er Kernel portiertes GNOME 2 in GTK2 ist, kommt diese Consort DE aber mit GTK3 daher. Sie sieht nur noch wie GNOME 2 aus, ist aber eine Modifikation des GNOME 3 Fallbacks. SolusOS 2, der erstmals diesen Desktop haben soll (1.2 hatte noch GNOME 2 von Debian squeeze), ist aber momentan noch im Alpha-7-Stadium, wird also noch eine ganze Weile brauchen. Erst dann wird das GNOME-Panel wieder ein Solches sein, auch wenn es dann Consort-Panel heißt, also Ende mit dem Zwangs-Druck von „Alt“. Und die Kastration von Nautilus wird auch wieder rückgängig gemacht. Nautilus wird dann unter dem Namen Consortium wieder in gewohnter alter Potenz erscheinen. …
    „Mintkatze“ fragte oben: „Wer bitte braucht diesen Schrott???“ Wer schon? Die Mehrheit der ehemaligen GNOME-2-Nutzer, die Individualisten und nicht Konformisten sind, und bei denen der Desktop nicht wie ihr Handy aussehen soll. „GNOME“, das in der Version 2 kurz vor dessen Abschaffung sogar KDE 4 überholt hatte, ist mit Version 3 längst in den Keller gerutscht. Und wenn man alle Leute zusammenzählt, die sich „GNOME-3-Verhinderungs-Möglichkeiten“ zugewendet haben, stellen sie längst die Mehrheit. Daher wundert es auch nicht, daß in weblogs mittlerweile die Meinung diskutiert wird, ob GNOME denn nun am Ende sei. Aber dieser Meinung war ich ja schon, als die Götter – Entschuldigung, ich meinte natürlich Entwickler – uns dieses sogenannte GNOME 3 (bei Sabayon ohne Vorwarnung zwangsweise bei der Aktualisierung) vorgesetzt hatten. Dennoch habe ich leider keinen Grund, mich darüber zu freuen, daß ich damals anscheinend recht hatte. Mir wäre es lieber, ich hätte mich geirrt…

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