14. Mai 2013 · 3 Kommentare · Kategorien: Open-Source · Tags:

Früher, zu Zeiten von KDE 3.5, da nutzte ich, relativ zufrieden, besagte Desktopumgebung. Seit dem Erscheinen von KDE 4.0 habe ich hier viel über KDE geschimpft. Jede KDE-Version wurde von mir ausgetestet, so richtig zufrieden war ich damit aber nie. In den letzten Jahren nutzte ich abwechselnd GNOME Shell und Unity, aber immer mal wieder für kurze Zeit KDE.

Vor etwa einem Jahr schrieb ich dann: „Zu KDE zurückgekehrt“, um nach nur einem Monat einen Artikel mit dem Namen „Kurzes Vergnügen mit KDE: Bin wieder bei GNOME“ zu veröffentlichen.

Wieder bei KDE

Inzwischen bin ich wieder mal bei KDE. Und das noch nicht mal so kurz, sondern bereits seit über einem Monat. GNOME Shell und Unity sind gestern von meinem Notebook geflogen, irgendwie wurde die GNOME Shell nach 3.4 verdammt langsam, also eigentlich unbrauchbar. Unity hat zwar recht gut funktioniert, aber ich wollte KDE nochmal eine Chance geben, da KDE Funktionen mitbringt, die mir doch sehr gut gefallen.

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KDE Logo

KDE Logo

Daumen hoch

Was mir an KDE besonders gefällt, habe ich hier schon des öfteren geschrieben. Das wäre zum einen die Konfigurierbarkeit und so Dinge wie Dolphin, KWin oder KMail. Letzteres funktioniert nun, mit Version 4.10.2, das erste Mal wirklich so, dass es für mich nutzbar ist. Bis Version 4.10.1 hatte ich immer und immer wieder Probleme mit meinem GMail-Zugang.

Die Performance ist klasse, auf jeden Fall besser als die der GNOME Shell seit Version 3.6. Einige, sinnvolle Effekte sind aktiviert und es ist recht angenehm mit dem Desktop zu arbeiten.

Daumen runter

Was mir nicht gefällt: Naja, sagen wir mal so: Man wird anfangs von einer Flut an Funktionen, Benachrichtigungen oder irgendwelchen Popups erschlagen. Eine etwas simplere Standardeinstellung wäre wohl nicht schlecht. Ich finde, dass zu viele Funktionen standardmäßig aktiviert sind. Es ist alles deaktivierbar, die entsprechenden Einstellungsmöglichkeiten müssen aber auch erstmal gefunden werden.

Auch treten immer wieder mal kleinere Fehler, zum Beispiel bei der Konfiguration der Kontrollleisten auf. Das Konfigurationswerkzeug verhält sich manchmal etwas widerspenstig. Was außerdem zu bemängeln ist, ist die schlechte Integration von Firefox in die Desktopumgebung. Nicht die Schuld der KDE-Entwickler, aber trotzdem nervig.

Meine Konfiguration

Ich habe mir die Desktopumgebung ziemlich stark an meine Bedürfnisse angepasst. Die folgenden Screenshots können dies teilweise erklären:

So sind beispielsweise beide Kontrollleisten normalerweise ausgeblendet und erscheinen erst, wenn ich mit der Maus an den linken bzw. unteren Rand fahre. Normalerweise wechsle ich zwischen den Fenstern sowieso mit Alt+Tab hin und her, sodass die Leisten die meiste Zeit nur stören würden.

Auf der Arbeitsfläche werden drei verschiedene, häufig benutzte Ordner angezeigt, Dolphin läuft in der Baumansicht.

Nicht der einzige Rückkehrer

Vermehrt lese ich in letzter Zeit, dass Leute, die KDE vor Jahren den Rücken gekehrt haben, plötzlich wieder damit arbeiten. Ein paar Artikel zu dem Thema sind zum Beispiel bei Jürgen erschienen.

Wie sieht’s bei euch aus? Ist vielleicht noch jemand auf dem Sprung zurück?

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3 Kommentare

  1. Ohja, Desktop hopping. Kommt mir bekannt vor. Habe auch oft zwischen GNOME, KDE und Xfce gewechselt. Inzwischen bin ich aber schon länger bei i3, einem reinen Window Manager, gelandet. Habe mit einigen Fenstermanagern herumgespielt da sich die Desktop-Umgebungen in letzter Zeit alle irgendwie in die falsche Richtung bewegen bzw. ich deren Umfang eigentlich überhaupt nicht benötige. Mal schauen wie lange das so bleibt bis es wieder was neues gibt.

  2. Der Beginn ist ähnlich, mit Suse war erstmal KDE der Desktop der Wahl. Nun bin ich bei der Gnome-Shell gelandet und der Workflow passt mir richtig gut. Ab und an schaue ich mal bei KDE rein, aber ich kann mich einfach nicht mehr mit KDE anfreunden, die Konzepte sind mir zu altbacken. Programme starten und welchseln geht mir unter der Gnome-Shell viel schneller von der Hand.

  3. KDE nutze ich eigentlich schon so lange, wie ich Linux nutze. Also so um die 14 Jahre. Lediglich auf schwächeren Rechnern weiche ich inzwischen auf LXDE oder etwas vergleichbarem aus. Wobei auf solchen Rechnern eher manche Programme wie Opera das Problem sind. Die machen z. B. auf meinem Netbook unter keiner Oberfläche wirklich viel Spaß.

    Bis auf KMail hatte ich bisher auch keine größeren Probleme mit KDE, die mich zum Umstieg veranlasst hätten. Mein damaliger Distributor war auch schlau genug die Ankündigungen der KDE-Teams zu lesen und somit bin ich um das KDE 4.0-Debakel, das manche andere Distributionen hatten, herumgekommen. Und das damalige KMail-Problem habe ich einfach mit Claws Mail aus der Welt geschafft.

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