03. Juni 2010 · 50 Kommentare · Kategorien: Open-Source · Tags: ,

Als ich vor mehreren Jahren von Windows zu Linux wechselte, gab es für Linux zwei große Desktop-Umgebungen. KDE und Gnome. Ich testete beide, wobei mir Gnome gar nicht gefiel, ich mit KDE aber sehr gut zurechtkam. Gnome wirkte altbacken, während KDE 3.5 einen ziemlich modernen Eindruck machte. Ein bisschen überladen vielleicht, aber immerhin konnte man sich alles so einstellen, wie man es gerade wollte. Für mich war KDE der klar „bessere“ Desktop, doch dann, ja dann, entschieden sich die Entwickler mit KDE 4 etwas Neues, etwas ganz anderes zu entwickeln. Man wollte den Desktop neu erfinden.

Und gerade dieses – wir machen jetzt alles anders – war wohl der größte Fehler, den KDE je in der Geschichte des Projektes gemacht hat.

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Während Gnome weiterhin halbjährlich ihre kleinen Verbesserungen und Fehlerkorrekturen hervorbrachte und sich der Desktop durch kleine, schrittweise Verbesserungen des bereits Bestehenden langsam, langsam zu einem attraktiven, aufgeräumten und flotten Desktop mauserte (Evolution), entschied sich KDE für die komplette Revolution. Alles neu, von Grund auf! Ohne Rücksicht auf Verluste. Die Desktopumgebung, die zugehörigen Programme, einfach alles musste neu programmiert und designt werden.

Was waren die Folgen?

  • KDE 3.5 wurde nicht mehr weiterentwickelt, KDE 4 war lange, sehr lange Zeit nicht ausgereift. Selbst die aktuelle Version, KDE SC 4.4 gilt für mich schlichtweg als unbenutzbar. Und in genau dieser Zeit, verbesserte sich der Gnome-Desktop stark, so stark, dass zahlreiche KDE-Nutzer (z.B. ich) zu Gnome wechselten und sich an das schlichte, aufgeräumte und professionell wirkende Äußere gewöhnten. So stark daran gewöhnten, dass ein Wechsel zurück auf KDE nicht mehr in Frage kam.
  • KDE ist bis heute langsam und zäh. Der Work-Flow leidet unter der Zähheit des Desktops. Fenster ruckeln wenn man sie verschiebt, das Öffnen des Hauptmenüs dauert zu lange, das Erscheinungsbild insgesamt wirkt unprofessionell. Auch wenn jetzt einige denken, dass das nicht die Schuld von KDE sei, sondern die Schuld der Grafikkartentreiber. Egal – sowas interessiert den Ottonormalverbraucher nicht.
  • Man hatte mit KDE 4 die Möglichkeit, den Desktop zu entrümpeln. Weg mit unnötigem Schnick-Schnack. Nur das, was wirklich nützlich ist, sollte drinnen bleiben. Nun, das tat man auch. 4.0 hatte zwar zahlreiche Fehler, hatte aber was von einem aufgeräumten Desktop. Doch dann machte man das, was man bereits mit KDE 3 falsch gemacht hatte. Mit jedem neuen Release bekam der Desktop neue Einstellungsmöglichkeiten, neue Menüs und neue Funktionen. Es gibt mehr Schaltflächen als je zuvor. Freaks wird es freuen, den Normalbenutzer wohl eher weniger.
  • Kaffeine, Amarok und Co. mussten von Grund auf neu entwickelt werden. Während Kaffeine inzwischen wieder benutzbar ist und dabei die KDE 4er Version wahrscheinlich besser dasteht als ihr Vorgänger, ist Amarok weiterhin unbenutzbar. Das Design ist lächerlich und hat nichts mehr von dem früheren Vorzeige-Musikplayer unter Linux. Unzählige Knöpfe und Menüs, trotzdem fehlen wirklich wichtige Funktionen gänzlich.

Das KDE-Projekt hat eine sehr gute Community, zahlreiche Entwickler und ist technisch gesehen sicher auf der Höhe der Zeit. Was fehlt, sind Feinheiten. Wichtige Feinheiten. Es kommt einem irgendwie vor, als hätte das Projekt keine Führung. Jeder kann das entwickeln, was er gerade will – und das kommt dann auch in den Desktop. Ganz egal ob die Funktion benötigt wird oder nur Verwirrung stiftet. KDE wirkt wie eine Spielwiese für den wirklich alltagstauglichen Desktop unter Linux, nämlich Gnome.

Anmerkung: Der Beitrag soll das KDE-Projekt nicht schlecht machen und keinen Flamewar auslösen. Ich möchte nur die Mängel aufzählen, weshalb ich persönlich (und vielleicht auch so manch anderer) die KDE SC im Moment nicht benutzen kann.

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50 Kommentare

  1. Kann ich nur bestätigen. Das KDE, was anscheinend an Featuritis leidet hat mich schon immer etwas geärgert.

    Es ist tlw. zu kompliziert einfachste Sachen zu erledigen – viele Checkboxen haben für mich als 0815 Anwender überhaupt keinen Sinn und augenscheinlich auch keinen Effekt. Und den Effekt, den ich will erreiche ich dann erst über 3-4 Zwischenschritte.

    Gnome hingegen wirkt wirklich leicht, schlank, aufgeräumt und professionell – hat irgendwie was von Mac OS X. So schön die schlanken Menüs und die wenigen (aber wirkungsvollen!) Einstellungsmöglichkeiten auch sind, ist man manchmal aufgeschmissen wenn es eben keine Checkbox gibt. z.B. das Ausblenden der Symbole letzte Zeit hat mich sehr geärgert – und besonders, dass man sie nur über GConf wieder finden kann. Für solche Sachen gab es früher mal eine Checkbox – die ist mittlerweile auch verschwunden.

    Was mich richtig ärgert ist, dass man bei Ubuntu 10.04 und Nautilus den Stift wegrationalisiert hat, auf den man früher klicken konnte, damit man die Navigationsleiste selber beschreiben konnte. Jetzt hat man ja für jeden Ordner einen Button – früher konnte man auf einen Bleistift drücken, dann konnte man den Ordnerpfad selber abtippen. Sie sollten aufhören sowas essentielles verschwinden zu lassen, sonst rennen bald die ganzen „Poweruser“ weg.

  2. ROFL du hast LOL gesagt

    .. der abschließende Disclaimer ist ein Witz.

    Dein Artikel besteht doch von oben bis unten aus Flame ^^

  3. Mit einer langsamen Evolution kommt man aber auf lange sicht nicht weit. Wenn der Desktop unter Linux immer so bleibt wie er ist ist das fuer Leute die sich an ihn gewoehnt haben zwar einfacher zu bedienen aber man macht sich damit uninnovativ und nicht zukunftsfaehig. Durch die umstellung auf Qt 4 haette bei KDE sowieso sehr viel umgeschrieben werden. Ich denke, den Desktop zu revolutionieren (oder es wenigstens zu versuchen) ist eine gute Idee. Und wie man sieht zieht GNOME nach und will mit GNOME 3 auch eine Neue bedienung schaffen. Also sollten langsam mal alle Revoltionsverweigerer anfangen auch GNOME zu bashen 😉

  4. Tja, und als XFCE-Nutzer steht man seit Jahren dabei, guckt sich Gnome und KDE an und schüttelt nur den Kopf …

  5. Ich will keinen Streit auslösen, ich will zur Diskussion anregen. Provokant ja, Flame nein.

  6. Der Schritt von Gnome 2 zu Gnome 3 wird jedoch bei weitem kein so großer Bruch werden wie der von KDE 3 zu KDE 4. Also werden wohl auch die Probleme weniger groß sein.

  7. Finde ich nicht, ist halt einfach der subjektive Eindruck des Autors.
    Wobei ich mir allerdings nicht vorstellen kann, dass die Aussage „Die Desktopumgebung, die zugehörigen Programme, einfach alles musste neu programmiert […] werden.“ kann ich nicht ganz glauben. Da steckt sicherlich zu viel Mutmaßung dahinter.
    Auch finde ich (als Gnome-Nutzer) den KDE Desktop, soweit ich ihn gesehen habe, ultramodern. Schaut ja wirklich sehr schick aus. Dennoch nutze ich aus ähnlichen Gründen Gnome.

  8. Ich hoffe nur, dass Gnome nicht ein Ähnlicher Schnitzer bei der Version 3.0 unterläuft.

  9. Ich kann dem nicht ganz zustimmen.
    Sicher ist KDE mit der „Revolution“ anstatt „Evolution“ einen gewagten Schritt gegangen.
    Mit KDE 4.4 ist jedoch KDE benutzbar. Auch Amarok kann sich mit Version 2.3.X sehen lassen.
    Sicherlich sind Designentscheidungen immer Geschmackssache und auch der Plasma Desktop ist sicherlich eine Neukonzeption. Die vielen Einstellungsmöglichkeiten gab es aber schon immer bei KDE. Negativ sind mir jetzt nicht unzählig viel Buttons aufgefallen. Ganz im gegenteil habe ich eher das Gefühl, dass es sich im Vergleich zu KDE 3.5 hier gebessert hat.
    Auch die Systemeinstellungen (ehemals kcontrol) sehen mir aufgeräumter aus.
    Das Menü klappt gewohnt schnell aus (ich weiß nicht ob es jetzt ein Hardware Ressourcen Phänomen bei dir ist oder es irgendwo anders dran liegt). Ebenso gut funktioniert das verschieben von Fenstern und das obwohl compositing an ist und die Fenster ihren Inhalt halb transparent schalten beim verschieben.

    Man hat sich also nach meiner Meinung nur an die bisherigen KDE Versionen orientiert. Zuerst schrien KDE 3 User, es fehlen viele Einstellungsmöglichkeiten, jetzt fügt man sie hinzu und jetzt schreien sie es sind zuviele. So ein Gefühl hab ich momentan.
    Meiner Meinung bietet KDE 4.4 mir besser Funktionen, eine bessere Plasmoid Anbindung (Widgetanbindung) einen schnelleren Desktop und eine besseres Gesamtpaket, dass sich ordentlich konfigurieren lässt. Gefällt einem das Design nicht (wie vielen z.B. das alte Ubuntu Design nicht gefallen hat) so gibt es einfache Möglichkeiten mit Themes KDE 4 aufzuwerten. Der Clou die KDE-Look.org Seite ist mit Themes, Wallpapern ja selbst mit Farbeinstellungen komplett über den Desktop erreichbar und Themes sehr einfach nachinstallierbar. So sollte das sein, dass macht KDE momentan vorbildlich.

    Wo hingegen noch nachgearbeitet werden muss ist ZUI, Aktivitäten und der Plasma-Desktop. Der Plasma-Desktop ist zwar relativ stabil, aber es fehlt ihm noch an Features. Aktivitäten z.B. müssen nun endlich auch Fenster und Applikationen verwalten dürfen und das heraus und hineinzoomen muss deutlich flüssiger laufen.
    Der Plasma-Desktop ist gerade im Zoom Bereich elendig langsam. Apros pros langsam, hier hoffe ich endlich mal auch auf Performance Schübe durch KDE Entwickler und nicht immer durch eine neue QT Version.

    Fazit: KDE ist auf der Höhe der Zeit. Ich würde das nicht so schlecht sehen wie du. Aber Verbesserungspotential gibt es natürlich immer, egal in welcher Desktopumgebung.

  10. Markus Barthel

    Ich kann einige deine Punkte nicht nachvollziehen. KDE 4.4 läuft z.B auf meinem Laptop (Intel C2D T5670) und auf der alten Desktop-Krücke meines Schwiegervaters ohne zu ruckeln. Keine Verzögerung beim Menü . Wenn du von Performance-Probeme redest, müsstest du minderstens die Hardwarebeschreibung angeben.

    Auch halte ich es auch mal für ganz wichtig, dass der Übergang auf Qt4 dazu genutzt wurde um auch neue Achitektur-Wege zu beschreiben. Die Folge davon ist deutlich mehr Potential der Plattform, durchgängige Modernisierung der Techniken und eine gesteigerte Entwicklungsgeschwindigkeit. Du aber siehst nur die negativen Seiten. Klar gab es in der Übergangszeit lange Zeit kein stabiles und ausgereiftes KDE 4. Aber dafür immer noch KDE 3.5. Ich habe es so gemacht. dass ich einfach solange bei KDE 3.5 blieb, bis ich mit KDE 4 zufrieden war (KDE 4.2).

    Und wenn man zu Gnome wechselt und man Gnome besser mag, dann ist das doch auch in Ordnung. Dann kannst du KDE 4 sogar dankbar sein, dass du für dich eine bessere Alternative entdeckt hast. KDE WILL aber nicht so sein wie Gnome und KDE HAT mehr Menüs und Funktionen als Gnome. Auch in KDE4 wird das so weitergeführt. Warum auch nicht? Damit Leute, die eigentlich Gnome mehr mögen doch lieber KDE nutzen? Macht das denn Sinn?

  11. Hallo,

    ich hätte es nicht so „krass“ ausgedrückt, aber vom Inhalt her würde ich dir voll zustimmen.

    Ich arbeitet jetzt seit August 2009 mit (K)Ubuntu und es hat sich innerhalb kürzester Zeit als mein Hauptsystem entwicklet. Windows habe ich größtenteils in eine VM verbannt (für den Notfall und wegen besserer Leistungsfähigkeit habe ich aber immer noch ein Dualboot mit Win7 64bit).

    Habe damals mit KDE angefangen, aber bin nie so richtig damit warm geworden. Insbesondere der immer wieder hochgelobte Amarok war aus meiner Sicht nur ein schlechter Witz. Rythmbox ist auch heute noch (meiner Meinung nach) viel besser als Amarok.
    Bin dann zu Gnome gewechselt und bin damit auf Anhieb wunderbar klar gekommen. Ok, es gibt auch unter Ubuntu 10.04 noch Kleinigkeiten, die Gnome irgendwie Altmodisch erscheinen lassen, aber letztenendes zählt der Workflow und da kann auch KDE 4.4 (vor kurzem getestet) bei weitem noch nicht mithalten.

    Ich bleibe vorerst bei Gnome!

    Aber um nochmal auf den großen Umbruch (von KDE 3.5 auf KDE 4.x) mehr oder weniger Bezug zu nehmen:

    Auch bei Gnome steht demnächst ein großer Umbruch an! Mit der Gnome Shell wird Gnome auch groß umgekrempelt. Aber das Gnome-Projekt macht es richtig, indem sie vorerst noch den „alten“ Gnome-Desktop (mit den Panels usw.) verfügbar halten. Aber das ist wahrscheinlich auch nur zum Übergang.

    Bleiben wir also gespannt, wie sich KDE 4.x und Gnome 3.x entwickeln werden. Ich werde auf alle Fälle auch KDE in regelmäßigen Abständen testen, wer weiß, vielleicht Wechsel ich auch irgendwann wieder von Gnome nach KDE?!

  12. Ich kann deinen Frust nachvollziehen, jedoch muss ich als Informatikstudent mit Schwerpunkt auf Softwareentwicklung sagen das die Entscheidung von KDE richtig war:

    > Alles neu, von Grund auf! Ohne Rücksicht auf Verluste. Die Desktopumgebung, die zugehörigen Programme, einfach alles musste neu programmiert und designt werden.

    Klar das da viel verloren geht, nur leider war mit der vorhandenen Basis es schlichtweg nicht möglich die Sachen die für KDE 4 nötig waren umzusetzen (Von optionalen Wünschen komplett abgesehen). Wenn Code so unüberschaubar geworden ist das selbst die Instandhaltung zur Qual wird hat man sicher vorher viel Falsch gemacht, doch an genau dem Punkt war KDE damals. Viele Unternehmen trauen sich dann nicht eine solche Anwendung komplett neuzuschreiben und fliegen dann ein paar Jahre später auf die Nase und dürfen Millionen berappen um das System wieder ans laufen zu bekommen. KDE hat also genau zum richtigen Zeitpunkt die Zäsur gemacht. Die aktuelle Quellcodebasis ist übersichtlich, die Qualität des Codes ist hervorragend und die Erweiterbarkeit ebenso. Entsprechend schreitet die Entwicklung auch mit rasenden Schritten voran. (Einfach mal vergleichen wie viele Sachen die in KDE 3.5 nicht waren jetzt in KDE 4 sind und wie lange es bei KDE 3.5 gedauert hat vergleichbare Sachen zu implementieren.)

    Was die von dir genannten Folgen angeht: einige galten einige Zeit lang, einige kann ich nicht nachvollziehen oder bestätigen und die von dir genannten Anwendungen werden alle nicht als Teil der KDE SC entwickelt. Insbesondere bei Amarok: Das war eine Designentscheidung des Teams, ich z.B. finde das neue Design hervorragend weil es mir genau das ermöglicht was ich will: Musik hören. Ohne irgendwelchen Schnickschnack. Ich finde die aktuelle Oberfläche deutlich entschlackter als die von 1.4. Wenn dir das Programm aber nicht mehr gefällt: Wechsel doch zu einem der inzwischen mehrfach vorhandenen Ports von 1.4 auf KDE 4.

    Was deine Geschwindigkeitsprobleme angeht: Die kann ich nicht nachvollziehen. KDE 4.2 war noch lahm, ab 4.3 und insbesondere ab 4.4 rennt es aber wie Schmitz Katze. Und auch meine Hardwareausstattung ist jetzt schon ein paar Jahre alt.

    Zum Abschluss: KDE wird von Leuten entwickelt die das System selbst benutzen wollen, also entwickeln die so wie sie es für richtig halten. Wenn dabei dann eine „Spielwiese“ rauskommt wie du es sagst: Ist halt dann so. Aber allein bei der Definition was einen „Alltagstauglichen Desktop“ ausmacht gibt es zig Defintionen. Für mich z.B. ist KDE genauso wie es ist hervoragend geeignet für alle meine Belange. In dem zusammenhang ein Zitat von meinem Benutzerinterface-Design Professor: „Es gibt nicht DEN Durchschnittsbenutzer.“ Vielmehr viele Nutzer die den PC unterschiedlich nutzen. Die Frage ist halt einfach ob dich KDE bei deiner Art den PC zu nutzen besser unterstützen kann als Gnome. Wenn ja: Schön für dich, wenn nicht: Ebenfalls. It’s a free world…

  13. Programme wie Amarok oder KOffice mussten deswegen von Grund auf neu programmiert werden weil sie stark auf die neuen Technologien wie Plasma setzen wollten. Das bedingte nicht nur ein Neuschreiben der Oberfläche, sondern auch von ein paar tiefer liegenden Komponenten. Programme wie Kate, KTorrent und dergleichen gab es aber schon kurz nach dem stabilen Release KDE4.0 wieder. Und da hier nur die Oberfläche angepasst wurde fehlte kaum etwas an der Funktionalität
    Auch ich habe mit KDE3 angefangen, weil ich damit wesentlich besser zurecht kam als mit GNOME. Als KDE4.0 herauskam hab ich ihn mir zwar mal angesehen, jedoch bis zum Erscheinen von KDE4.1 weiterhin mit KDE3.5.9 gearbeitet. Als dann im Mai 2008 KDE4.1 erschien installierte ich ihn als Zweitdesktop neben KDE3.5. Für verschiedenste Aufgaben wechselte ich zwischen den beiden her, obwohl ich immer noch öfters unter KDE3.5 arbeitete. Seit KDE4.2 bin ich aber vollständig nur mehr mit KDE4 unterwegs, da ab diesem Zeitpunkt meiner Ansicht nach die meisten Funktionen die ich unter KDE3.5 verwendete wieder verfügbar waren. Seit KDE4.3 passt es auch mit der Geschwindigkeit besser und mit KDE4.4 gibt es meiner Ansicht nach ein Release das wieder ganz oben mitspielt.
    Bei Amarok gebe ich dir Recht. Obwohl Amarok 2.3 bereits benutzbar ist, ist zu dem hohen Grad an Qualität das Amarok 1.4 besaß noch einiger Aufholbedarf. Und die KDE4-Ports von Amarok1.4 sind gefühlt noch lange nicht aus der Alphaphase draußen.

  14. Eins habe ich noch vergessen:
    Auch wenn das den normalen Nutzer wenig kratzt: KDE4 wurde unter anderem deswegen komplett neu geschrieben weil man Visionen hatte ein neues Desktop-Erlebnis umzusetzen. Das war mit der gewachsenen Codebasis von KDE3 einfach nicht möglich. Du kannst heute mit KDE4, so wie es noch die meisten machen, wie auf jedem herkömmlichen Desktop arbeiten: Taskleiste unten/oben, Programmstartericons, K-Menü, usw… Du kannst aber auch im KDE-Way arbeiten. Du kannst alle herkömmlichen Desktopkonzepte wegwerfen und den Desktop so anpassen, dass er DIR das optimale Arbeiten gestattet. Das ist etwas das dir weder Windows, noch Mac OS, GNOME oder sonstwer bietet. Mit diesem radikalen Umbruch steht KDE4 bis jetzt als einziger da. Meiner Ansicht nach war es eine gute Entscheidung die es eben ermöglicht aus den alten Desktopmetaphern auszubrechen. Gewöhnungsbedürftig, ja. Aber wie erwähnt: du kannst auch auf herkömmliche Art und Weise damit arbeiten. Und dass sie das geschafft haben finde ich eine der größten Errungenschaften von KDE4.

  15. Realischtischstuhlbank

    Nein, aber er hat Unrecht, was genauso schlimm ist.
    Bei Gnome fehlt einfach dies und das.

  16. Ich habe leider dieselben Erfahrungen gemacht wie der Autor. Habe lange immer mit KDE4.X geliebäugelt, aber nachdem mich 4.0, 4.1 und 4.2 dermaßen enttäuscht haben, wegen der unzähligen Fehlermeldungen und der gruseligen Performance bin ich zu Gnome gewechselt und davon mittlerweile überzeugt. Mein Rechner ist zum Arbeiten da. Ich will kein Betatester sein.

  17. Dazu will ich aber sagen, dass KDE 4.0 , 4.1 und 4.2 nicht wirklich brauchbar waren.

    Ich selber kann zwar auch heute noch nichts mit KDE 4.4 anfangen, aber es arbeitet aktuell absolut problemlos.

    Ich würde es mal folgendermaßen betrachten:

    4.0 und 4.1 = Alpha
    4.2 = Beta
    4.3 = RC
    4.4 = Final (aber trotzdem noch Verbesserungswürdig)

    Habe KDE 4.4 auch schon getestet, aber Gnome gefällt mir nachwievor besser. Mit Gnome kann ich einfach produktiver arbeiten.

    Nutze Ubuntu 10.04 64bit.

  18. „Der Beitrag soll das KDE-Projekt nicht schlecht machen und keinen Flamewar auslösen.“

    ABER:

    „KDE – Eine Desktopumgebung für Freaks“

    Na Danke. Klingt wie:
    „Windows – Ein OS für Vollpfosten“ oder „OS X – Ein System für Nixblicker“

    Sachliche Diskussionen beginnt man nicht mit Beleidigungen. Schade, dass ich so etwas auch im Planeten lesen muss.

    Zum Thema:
    Warum KDE bei dir nicht performant läuft, weiß ich nicht. Wenn du diesbezüglich deine Probleme lösen willst, dann erläutere hierzu mal mehr (am besten im uu-Forum) oder nimm eben Gnome, wenn du damit glücklicher bist.

    Ich habe trotz langjähriger KDE-Karriere immer wieder Gnome getestet – gefiel mir nicht, zu wenig Konfigurationsmöglichkeiten, Bedienung zu Umständlich. Ergo: Es ist GUT und WICHTIG, dass es unterschiedlich konzipierte Desktopumgebungen gibt – es gibt ja auch unterschiedliche User. Die von KDE sind dabei genausowenig Freaks, wie die von Gnome!

  19. Der Titel ist bewusst provokant gewählt. Ich wollte, dass möglichst viele den Beitrag lesen und es so zu einer Diskussion kommt, bei der viele verschiedenen Meinungen vertreten sind. Natürlich kann man das ganze falsch verstehen, da geb ich dir Recht.

  20. Stimmt, bei Gnome fehlt dies und das.
    Aber bei KDE fehlt es an einem Gesamtkonstrukt. Völlig überfrachtete Menüs und Einstellungsdialoge, keine Optimierung hinsichtlich Usability, sondern auf „möglichst viele Einstellungsmöglichkeiten“ ist halt ein Zeugnis des Hauptaugenmerks von KDE: Basteln, viel Zeit verbringen mit Einstellungen, die man eigentlich gar nicht braucht, wenn mann das tun will, was einem der Desktop ermöglichen sollte: arbeiten.
    Ich weiß, wovon ich rede, ich war langjähriger KDE-Fanboy. Mittlerweile bin ich wirklich zufrieden mit GNOME und hab bei jeder Version von KDE ca 20 Minuten, nach denen ich wieder nach einem erfolglosen Versuch KDE den Rücken kehre.
    Und Software erstellen würde ich in Zukunft auch eher für den GHOME-Desktop – die HIG sind einfach echt besser.

  21. Das ist ja das Problem. KDE hätte EXTREM viel Potential. Aber schau dir doch einfach mal die right-klick-Menüs von KMail an. Völlig unbedienbar, wenn man zügig arbeiten möchte.
    Leider. Ich habs mal geliebt, das Programm.
    Ich muss zugeben, KDE 4.4 ist die erste halbwegs stabile Version. Nur ist mir die überfrachtete Optik, die einen vom Arbeiten ablenkt (ich meine damit nicht das Design, das find ich sogar schön, sondern die vielen Einstellungsmöglichkeiten) einfach zu viel.

  22. Ich bin nach 4 Jahren Gnome zu KDE 4.0 gewechselt. Zunächst war vieles grausam, aber aktuell fahre ich KDE 4.35 auf Gentoo. Von 4.0 bis 4.35 war ich auf Kubuntu. Eins habe ich dabei gemerkt. KDE und Ubuntu passen nicht zusammen. Der Desktop ist dort nämlich wirklich lahm und verbuggt. Daher halte ich es für wichtig, kde nur in einer kde Distributin zu benutzen. Canonical behandelt Kubuntu leider sehr stiefmütterlich.

    Amarok ist mittlerweile um Längen weiter als 1.4 es je war. Aber das ist Geschmacksache.

    Das K-O-Kriterium an Gnome (Das ich ansonsten auch nen guten Desktop finde) ist für mich folgendes: Seit 5 Jahren gibt es im Nautilus keine Möglichkeit, Dateien mit einem Rahmen zu selektieren, wenn die Detailansicht aktiv ist.

    Eine Kleinigkeit und dennoch hat es mich so sehr gestört, dass es einer der Hauptgründe war, zu einem Desktop zu wechseln, der mich nicht einschränkt. Und Gnome tut dies immer noch.

    Dennoch bin ich auf dem Netbook mit gnome zufrieden. Dort brauch ich nicht soviele möglichkeiten wie am Desktop

  23. Wenn ich mir Gnome-Shell 3 ansehe, dann ist dass ein riesiger Sprung! Ich überlege mir schon ab 10.10 Lubuntu zu nutzen, da Gnome mir da etwas übertreibt! Naja hab gerade leider nicht viel Zeit weiterauszuholen!…

    Gruß Tim

  24. hey,

    mit strg + l kannst du weiterhin die adresse in nautilus eintippen. falls du das noch nicht wusstest. ich hab das immer so gemacht und bis gerade eben gar nicht bemerkt, das dieser stift fehlt 😀

  25. Da muss ich KDE aber ein bisschen verteidigen 😉

    KDE3 basiert auf Qt3, während KDE4 auf Qt4 basiert. Da Qt4 inkompatibel zu Qt3 ist, gibt es überhaupt keine andere Möglichkeit, als alles komplett neu zu schreiben. Dass dabei der Großteil der Features erst mal auf der Strecke bleibt und erst später implementiert wird, ist ganz unausweichlich…

    Natürlich ist bei KDE auch nicht alles perfekt, es gibt viele Kleinigkeiten die mich stören. Allerdings hat KDE viele kleine nette Ideen, die die Benutzung einfacher und besser machen und dann später von anderen übernommen werden. Wenn man so viele unterschiedliche Konzepte ausprobiert, kommt es natürlich vor, dass einige Sachen nicht alle ansprechen…

    Ich benutz KDE schon seit vielen Jahren und find KDE4 inzwischen besser als KDE3 je war. Trotzdem werde ich mir demnächst mal Awesome angucken, um noch produktiver zu arbeiten. Dann hab ich wirklich eine Desktopumgebung für Freaks 😉

  26. jo, leider bleibt dass nicht wenn ich ein neues Fenster öffne oder auch nur das Tab wechsle, mir fehlt der Stift auch^^

  27. Dein Stil ist – pardon – unter aller Sau. Ich kann keine Diskussion fordern indem ich die eine Seite erstmal pauschalisiert in eine Ecke stelle. Genau das gelingt dir allein schon durch den Titel „… Desktopumgebung für Freaks“.

    Der riesengroße Vorteil an Linux ist, dass jeder verwenden kann was er will. Wenn du nicht zufrieden bist mit KDE ist das alleine deine Sache.

    Gnome und Ubuntu haben genau so einige Sachen in der Vergangenheit vermurkst wie KDE. Mit 9.10 konnte ich persönlich beispielsweise keine einzige DVD mehr unter Gnome abspielen. Meine Freundin konnte DVDs auch nur zu Teilen ansehen, weil wahlweise totem abgestürzt ist oder der Zugriff aufs Menü nicht funktioniert hat. Zeitweise hat unter Gnome auch immer wieder das Session Management nicht funktioniert weil die Entwickler eine „langsame“ Migration wollten.

    Sicher kann man stundenlang auf beiden Seiten Fehler suchen und finden, das hilft nur niemandem. Aus meiner persönlichen Sicht muss und darf man den KDE Entwicklern eins vorwerfen: Vor 4.2 oder sogar 4.3 hätte es keine Veröffentlichung geben dürfen. Vor allem kein 4.0.

  28. Hast Du mal OpenSuse mit KDE probiert? Da ist ein ganz anderes Feeling. Bei Kubuntu bekomme ich auch immer Zustände. Ich selbst nutze aber hauptsächlich GNOME

  29. So ein Schmarrn!
    Ich habe jahrelang Gnome genutzt und empfand KDE 3.x immer als den – Entschuldigung – hässlichen, unbenutzbaren Schmarrn.

    Kde4 hingegen hat mich vom Hocker gehauen. Durchgestylt, absolut super funktionierend, top modern und schnell hab ich damit wirklich gerne unter Sid gearbeitet.

    Ich habe für diese „buhu in Kde3 war alles besser“ Leute keinerlei Verständnis.
    Was ist eigl mit euch los? Das kann einem doch nicht wirklich gefallen!

  30. Der Titel ist ja schonmal „interessant“. Hätte da nicht so einen verallgemeinernden Titwl gewällt, da sich hier einige angegriffen fühlen. Wie gesagt, jeder hat andere Bedürfnisse und braucht damit auch einen anderen Desktop.

    Ich habe an beiden Desktops etwas auszusetzen. Einmal an KDE, weil die immer noch kein Release herausgebracht haben, dass genauso schnell und stabil läuft wie GNOME, und weil es mir einfach zu viele Features sind. Bei GNOME hingegen das andere Extrem, hier werden sinnvolle und nützliche Features entfernt, so zum Beispiel die Icons in den Menüs, welche man nur durch Änderung eines GConf-Eintrags wieder korrigieren kann. GNOME ist seit 2.28 damit defaultmäßig schwerer zu bedienen, wobei das wohl auf einen inkonsistenten Desktop hinausläuft, wenn die Entwickler irgendwann vergessen, überhaupt Icons in die GUI einzubauen. Ähnlich ist es mit der Entfernung des Edit-Buttons in Nautilus. Mal sehen, wie sich der Nautilus-Elementary Fork entwickelt – Nachfrage scheint ja vorhanden zu sein, vielleicht sehen die Devs dann ja gewisse Dinge ein.
    Auf GNOME 3.0 bin ich schon gespannt. Die GNOME Shell gibt Linux jedenfalls ein Gesicht. Warten wir ab, was passiert.

  31. Hmm, jedem so seine Meinung und Geschmack, das ist ja auch völlig ok. Einzig störte mich beim Lesen, dass genau nicht rauskommt, als du KDE 4 beschreibst. Es liest sich, als wäre das ein breiter Konsens und mit so einer Behauptung würde ich vorsichtig umgehen.
    Ich persönlich kann mich nicht beklagen, die CPU und GPU meines Rechners ist schnell genug, als dass ich mich über Langsamkeit beklagen könnte. Auch wenn ich viele Einstellungsmöglichkeiten habe, muss ich sie ja nicht alle benutzen. Ich bin jetzt aber auch kein Modder oder Desktopgestaltungsfetischist.
    Amarok und Kaffeine sind zwar KDE Programme, aber deren Entwicklung bzw Oberflächenbenutzung,/-ausrichtung hat nichts mit der allgemeinen KDE4 Entwicklung zu tun.
    Mir geht es ähnlich wie dir mit Amarok. Ich mag dieses Programm seit der Version 2.x nicht mehr, aber das ist auch nicht schlimm, da es genügend Player gibt, die ich nutzen kann.
    Vielleicht einfach nur als Tipp, wenn du keinen Flamewar anzetteln willst, dann mach immer deutlich, dass es deine persönliche Meinung ist, oder auch, dass es die Meinung deines näherern Umfeldes ist. Ich denke, damit vermeidest du auch entsprechende Emotionen, die du sicherlich nicht provozieren wolltest 😉

  32. Ich, als ein Openbox-Fanboy (jup Openbox ist definitv der beste WM der mir bis jetzt untergekommen ist, hatte schon XFCE, Gnome, Fluxbox und mal n enlightenment), hab mit der Zeit festgestellt, das ich öfter KDE Programme als Gnome Programme verwende. So bin ich mittlerweile bei KDE gelandet. (Wenn jemand Kile auf GTK portiert überleg ichs mir vieleicht nochmal, ich hab für sowas leider zuwenig Ahnung)

    Kubuntu 10.04 läuft bei mir perfomant, auch mit den aktivierten Effekten, auf einem nicht mehr ganz taufrischen Laptop.

    Als Thema hab ich mir Bespin installiert, gibt so ne netbookfreundliche Darstellung, die die Titelleisten auf die Seite der Fenster verbannt. Zusammen mit dem Panel auf der Seite, hab ich so einen Desktop der Breitbildmonitore besser ausnützt als viele andere.

    Grad Plasma, hab ich das Gefühl, ist sehr cool. Die Idee das man die selbe Technologie brauchen kann um Desktophintergründe, Panels, Wigets oder Fenster von Programmen darzustellen, denke ich hat Zukunft.

  33. „Der Beitrag soll das KDE-Projekt nicht schlecht machen […]“

    Warum denn nicht? Was ist denn falsch daran ernsthaft und begründet Kritik zu üben? Mit diesem letzten Absatz nimmst du deinem Beitrag die halbe Wirkung. Auch wenn mir persönlich KDE relativ egal ist, solltest du wenn auch versuchen eine ernsthafte Diskussion anzustoßen.

    Und natürlich ist der Artikel Meinung. Es sollte kein Problem hier Tatsachenbehauptungen und persönliche Ansichten zu unterscheiden. Also auch kein Grund für die anderen Kommentatoren sich aufzuregen und am Besten noch ein Ursula-Stoppschild mit „Achtung Meinung!“ zu fordern…

  34. Markus Barthel

    Und schon wieder wird von Leuten, die KDE nicht mögen pauschalisiert. Gerade die Möglichkeiten, die KMail einem bei einen Rechtsklick bieten finde ich genau richtig. Nicht zuviel und nicht zuwenig. Einige Fanboys stellen es aber so hin, als wäre es Konsens, dass es schlecht ist.

    Kann es sein, dass KDE einige Sachen eben anders macht, als der Gnome-Mainstream und andere (mehr) Ideen hat, als die Gnome-Welt und man deshalb darauf einschlagen muss. Lasst doch einfach mal zu, das nicht alles immer „schlecht“ oder „zu viel“ ist, nur weil es einem persönlich anders liegt.

    Danke

  35. Alter Schwede, BILD-Niveau im Planeten!

    Zitat gefällig?
    – „Und gerade dieses – wir machen jetzt alles anders – war wohl der größte Fehler, den KDE je in der Geschichte des Projektes gemacht hat.“
    Etwas anmaßend, oder?

    – „Und in genau dieser Zeit, verbesserte sich der Gnome-Desktop stark, so stark, dass zahlreiche KDE-Nutzer (z.B. ich) zu Gnome wechselten …“

    Hast du da eine Quelle für? Inklusive der Zahlen wieviele Nutzer „in dieser Zeit“ von Gnome zu KDE gewechselt sind? (Hier in den Kommentaren gehen wir auf 50-50 zu…)

    -„KDE ist bis heute langsam und zäh.
    Soso… ganz generell und allgemein und immer, gell?

    Fürchterlicher Beitrag. Von wegen „zur Diskussion anregen“ und „kein Flamewar“…. Diskussion worüber denn bitte? Darüber das KDE bei DIR offenbar nicht sauber läuft, bei Tausenden von Usern aber schon lange freudig genutzt wird?

    Herzlichen Glückwunsch, du hast die Aufmerksamkeit die do wolltest.

  36. Äh, wurde ja schon vieles gesagt und eigentlich wollt ich nicht mitspammen aber ich kann nicht verstehen wie Leute ernsthaft behaupten können das KDE „zäh“ oder „langsam“ ist! Ich benutze selber LXDE oder XFCE weil diese Oberflächen benutzbar sind. Ich bin immer wieder erschrocken wie „ultrazäh“ und unbenutzbar Gnome ist! Ich meine z. B. Größenänderungen von fenstern, da platzt mir schon der Hals wenn ich nur daran denke… bis man die 1px Position des Anfassers gefunden hat… wer denkt sich sowas aus? KDE ist Gnome schon einen ganzen Tick voraus, in allen belangen und gerade für den Endanwender. Jeder der etwas anderes behauptet ist einfach nur Neidisch ^_^

  37. Juhu, endlich mal wieder ein KDE bashing Beitrag, habe diese Woche noch gar keinen gelesen.

    Diese „Kritik“ kommt mindestens 3 Jahre zu spät, und entsprechend enthält sie auch nichts, was nicht schon 1000 mal gesagt wurde. Inzwischen ist KDE längst wieder brauchbar, und wer sich, wie ich auch, mit dem neuen look und feel nicht anfreunden kann, ist längst zu einer anderen Desktopumgebung gewechselt und da glücklich geworden. Gerüchten zufolge gibt es aber eine ganze Menge „Freaks“, denen der neue KDE Desktop gut gefällt, und die problemlos damit arbeiten.

    Gut das wenigstens keine Bäume gefällt werden mußten, um diesen Artikel zu veröffentlichen.

  38. Ich bin zwar kein KDE oder Gnome junge aber um KDE ein bissel zu verteidigen.

    Es ist modular aufgebaut, Installiere oder Deinstalliere was du willst, es liegt an dir.

    … es gibt dir zu viele Features? Dann Deinstalliere sie, fertig.

    … zu wenig? Dann Installier dir das was du brauchst nach.

    Ich verfolge das Projekt schon eine weile und seine Fortschritte echt toll, vor allem, die Geschwindigkeit wie die Fortschritte kommen.

  39. Leider ist wirklich ein flamewar draus geworden. Ich fand die Argumente nachvollziehbar, wenn auch etwas „polemisch“.

    Ich selbst habe leider auch noch keine guten Erfahrungen mit KDE 4.x (in Verbindung mit Kubuntu) gemacht. Ich habe es mit 3 releases probiert und am ende doch immer wieder zu Gnome gewechselt. Schuld war vielleicht nicht KDE selbst sondern Bugs in Programmen welche zusammen mit KDE 4.x zusammen isntalliert wurden und noch nicht perfekt angepasst waren, oder in frühen KDE 4.x Releases der Grafiktreiber, oder die Kombination mit Ubuntu klappt nicht richtig, kA, das Endergebnis war für mich aber immer das gleiche. KDE 4.x= fummelei, Standard Ubuntu mit Gnome: läuft.

    Auf Arbeit nutze (und administriere) ich zwangsläufig immernoch KDE 3.5 Desktops weil es der Standarddesktop unserer Distri is (Scientific linux / RHEL 5.x), für Version 6 ist KDE 4.4 angekündigt und ein wenig habe ich wegen meinen persönlichen, privaten, negativen Erfahrungen Angst davor. Aber vielleicht werde ich ja überrascht.

  40. > * Selbst die aktuelle Version, KDE SC 4.4 gilt für mich schlichtweg als unbenutzbar.
    Warum?
    > * KDE ist bis heute langsam und zäh. Der Work-Flow leidet unter der Zähheit des Desktops. Fenster ruckeln wenn man sie verschiebt, das Öffnen des Hauptmenüs dauert zu lange,
    zäher als Gnome ja, zumindestens auf älteren rechnern, aber geruckelt hat bei mir nichts, auch das menu hat sich schnell geöffnet.
    >das Erscheinungsbild insgesamt wirkt unprofessionell.
    Sagst Du. Ich finde es häßlich, nicht unproffesionell, aber immer noch besser als das altbackende standardtheme von KDE3. Andere finden es toll.
    > * Mit jedem neuen Release bekam der Desktop neue Einstellungsmöglichkeiten, neue Menüs und neue Funktionen. Es gibt mehr Schaltflächen als je zuvor. Freaks wird es freuen, den Normalbenutzer wohl eher weniger.
    Ein Hauptkritikpunkt war, das so viele Einstellungsmöglichkeiten gegenüber der 3er Reihe fehlten. Jetzt kommen sie langsam wieder. Es ist schwer, es allen recht zu machen.

    > * Amarok ist weiterhin unbenutzbar.
    Kompletter Blödsinn. Ich gehöre auch zu denen , die Amarok 1.4 genutzt haben und mit Amarok 2 nichts anfangen können. Unbenutzbar ist der aber sicher nicht, die Entwickler haben nur die Entscheidung getroffen, bestimmte funtionen nicht länger in den Player integrieren zu wollen. Nur der immer noch fehlende IPod Support macht ihn für Besitzer solcher Geräte wirklich unbenutzbar.

    Ich würde Dir ja zustimmen, wenn Du sagen würdest, das

    a) der Übergang 3 -> 4 absolut miserable gelaufen ist und

    b) viele Designentscheidungen getroffen sind, die Nutzer des alten Desktop vor den Kopf gestoßen haben.

    Deine Argument sind aber entweder falsch oder rein subjektive Empfindungen, und damit der beste Ausgangspunkt für eine Flameware.

  41. Auch für mich war KDE mit Version 4 gestorben.

  42. Probier mal Fedora mit KDE.

    Das läuft einfach. 😉

  43. Meine Güte, dieses gejammere der ewig Gestrigen „Früher war alles besser“ geht einem total auf den Geist!
    KDE4 hat sich super entwickelt, wenn ihr KDE3.5 unbedingt wieder haben wollt, hindert euch doch niemand daran ein älteres Linux zu nutzen

  44. „Kaffeine, Amarok und Co. mussten von Grund auf neu entwickelt werden. Während Kaffeine inzwischen wieder benutzbar ist und dabei die KDE 4er Version wahrscheinlich besser dasteht als ihr Vorgänger…“

    Kaffeine und besser als je zuvor!?
    Da hast du wohl noch nie DVB-T versucht einzurichten mit der neuen rotz version. Ich bekomme nicht mal mehr ein achtel der Sender rein die ich noch mit der wunderbaren version aus Ibex hatte.
    Am ende flog das Vieh und ich kann mir jetzt nur noch via vlc + channel.list das Abend Programm ansehen. ( So ein Glück das ich seit längerem nur noch sehr sehr sehr selten Fern schaue : > )

  45. Also Kaffeine funktioniert bei mir relativ gut. DVB-T funktioniert eigentlich super.

  46. Hast du schon mal versucht eine Channel liste mit dem neuen anzulegen? Sowas ist nicht mal mehr denkbar mit dem neuen. ( außer du kennst deine geodaten, was wiederum ein anderes Bier ist… )
    Von den kastrierten Konfigurations Möglichkeiten möchte ich gar nicht erst anfangen, da sie sowieso nicht mehr vorhanden sind.

  47. Sehr lehrreich hier das ganze. 😉

  48. mit debian squeeze funktioniert kde4.4.4 wunderbar und ich empfinde ihn selbst am netbook sehr performant. Natürlich gibt es sehr gute alternativen, aber gerade wegen dieser auswahl bin ich ja bei linux gelandet. Nachdem alle desktpoprojekte frei und noch dazu gratis sind finde ich es auch fairer, die Zeit mit dem ausfüllen von bug-reports und wer kann mit eigenen verbesserungen zu verbringen, anstatt hier rumzumaulen. wer ein fix-fertig produkt will soll zu mac gehen. bei Microsoft verlangten sie noch einen haufen für die alpha-version von win7 (namens Vista).
    trotz aller anfänglichen probleme finde ich es sehr gut, dass kde den schritt der Revolution gegangen ist. jetzt gibt es eine saubere code-basis, auf der schon viele nützliche und nette, schöne dinge entwickelt wurden.

  49. Harald Kaufmann

    Mit KDE und Gnome bin ich bisher sehr zufrieden. Leider bekomme ich in der neuen Ubuntu-Version 10.04, den DOS-Emulator nicht zum Laufen. Ich nutzte ihn gern, um hier und da noch im alten Turbo-Pascal von Borland zu programmieren. Alternativ nutze ich FreePascal. In den älteren Ubuntu Versionen, lief auch noch Zapping. Auch dieses funktioniert nicht mehr. Und noch etwas was mich stört. Jedesmal wenn ich Ubuntu herunterfahre und anschließend wieder hochfahre, stellt sich der Bildschirm auf 1024×780 Pixel ein und muss diesen auf 1600×1024 Pixel (Voreinstellung) umstellen. Hierbei verutschen alle Icons und muss diese immer wieder neu ordnen. In den Vorgängerversionen, lief das bisher einwandfrei. Vielleicht liegt es auch noch an meinem technisch veralteten Monitor. Ist ein Fujitsu von Siemen (Höchstauflösung von 1600×1024). Weiss hier jemand Rat, wie man eine stabile Einstellung bekommt?

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