Endlich hat es Canonical bemerkt. Zwar ist es seit Ubuntu 10.10 möglich, kommerzielle Programme im Ubuntu Software Center anzubieten, die Anzahl dieser Programme ist bisweilen aber sehr überschaubar – nicht zu vergleichen mit einem Android Market oder iOS App Store. Das Problem: Bis jetzt gab es keine einheitliche Möglichkeit, wie man sein Programm ins Software Center bekommt. Es fehlte die einheitliche, einfache Anlaufstelle dazu.

Nun ist es soweit: Ein einheitliches Werkzeug, um Software über das Software Center anzubieten, wird kommen. Schon sehr bald. Derzeit steht das Online-Tool nur für Software-Anbieter offen, die bereits in persönlichem Kontakt mit Canonical sind. Es sollen die letzten Fehler beseitigt werden. Nach dieser Testphase, soll das Ganze auch für alle anderen starten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das alles dem Desktop sehr gut tun wird und dass es in Zukunft jede Menge an hochqualitativer, kommerzieller Software für Ubuntu geben wird. In folgendem Video wird das zukünftige Verfahren vorgestellt.

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6 Kommentare

  1. Ich wunder mich gerade: Sollte das nicht von Anfang an so sein? So wie ich das verstanden habe, war es bis jetzt nur möglich, über direkten Kontakt eine App ins Software-Center zu bekommen. Da KANN ja gar nicht funktionieren.

    Die Funktion war längst überfällig. Warum kommt die so spät?

    Gruß,
    herb

  2. Hallo herb!

    Ich stimme dir zu. Das war wirklich höchste Zeit, dass sowas kommt. Dass es vorher nur über direkten Kontakt mit Canonical funktionierte, erklärt natürlich, warum sich noch so wenig getan hat im Bereich.

    Gruß Valentin

  3. cannonical ist halt nichtmal annähernd so groß wie google oder apple und lieber testen sie den kram länger, als das es dann komplett erstmal verhauen wird. aber ich gebe dir natürlich recht, sowas ist schon längst überfällig und spätestens seit dem appstore in ios hat sich ja auch gezeigt, wir gut sowas für die plattform sein kann.
    ein wunder eigentlich, dass noch nicht eine distribution sowas auch nur anähhernd in gut mit dabei hat. naja. lieber jetzt als nie:)

  4. …jede Menge an hochqualitativer, kommerzieller Software für Ubuntu geben wird ?

    Naja wo sollte die denn Herkommen?, da werden wohl eher einige Billigspiele ala „Angry Birds“ oder frühere Gratis Tools den schnellen Euro wittern, an statt ein Photoshop von Adobe oder ein „Duke Nukem Forever“ sich die Ehre geben werden.
    Insgesamt sehe ich das eher mit gemischten Gefühlen , Linux sollte nicht auch noch Kommerzialisiert werden , dafür gibt es ja schon Betriebssysteme.

  5. Meiner Meinung nach fehlt genau das derzeit noch. Die kostenlosen Programme werden nicht verschwinden. Die OpenSource-Programme schon überhaupt nicht. Kommerzielle Programme sind eine Art Zusatznutzen. Das Ganze funktioniert in Android und iOS perfekt. Linux dagegen hat schon ewig einen Paketmanager, es aber bis heute nicht verstanden, dass es komplett ohne Kauf-Programme nicht funktionieren wird.

    Gruß Valentin

  6. Pingback: Das Ubuntu Developer Center startet bald | picomol.de

  7. Ich bin komplett dagegen das kommerzielle Software angeboten wird.
    Ich sehe es schon kommen , dass die kosten freien Programme mit Werbung zugemüllt werden und andauernd ein Hinweis mit „hol dir jetzt die PRO-version für [??]€“ aufplopt .
    Genau das ärgert mich am Android-market, dass es kaum werbefreie gratis -programme gibt.

    Künftig werden sich die Hobbysoftwareentwicker entscheiden müssen, ob sie zum Spaß programmieren und kein Euro sehen oder ob sie auch noch ein paar Euro einnehmen wollen… –> Langfristig sterben die guten Kostenfreien Programme aus.

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