16. Februar 2012 · 7 Kommentare · Kategorien: Open-Source · Tags:

Wie in jedem Ubuntu-Entwicklungszyklus hört man fast täglich von Neuigkeiten in Ubuntu. Über Kubuntu und Co. hört man eigentlich fast nichts. Das mag zum einen davon herrühren, dass Canonical bei Ubuntu recht viel an Upstream-Projekten verändert, während Ubuntu-Derivate wie Kubuntu und Xubuntu sich immer recht nahe bei Upstream bewegen. Heute werde ich ein paar Worte zur kommenden Kubuntu-Version schreiben.

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Mit welchen Neuerungen kann gerechnet werden? Die meisten Informationen dazu hab ich von Jonathan Riddels Blog. Jonathan Riddel ist (Noch-) Kubuntu-Hauptentwickler bei Canonical.

KDE 4.8

Natürlich wird Kubuntu 12.04 mit der aktuellen KDE-Version ausgeliefert werden. KDE 4.8 wurde vor kurzem veröffentlicht. Wenn ich mir den Zeitplan für die Bugfix-Versionen von KDE 4.8 so ansehe, wird Kubuntu 12.04 offensichtlich KDE 4.8.2 mitbringen. KDE 4.8.2 soll laut Zeitplan Anfang April erscheinen. Eine Liste zu den Neuerungen von KDE 4.8 findet ihr zum Beispiel in einem der folgenden Artikel:

KDE Telepathy könnte Kopete ersetzen

Das seit vielen Jahren eingesetzte Sofortnachrichten-Programm Kopete könnte möglicherweise durch KDE Telepathy ersetzt werden. KDE Telepathy setzt wie das GNOME-Sofortnachrichten-Programm Empathy auf dem Telepathy-Framework auf. Kopete wird bereits seit einiger Zeit nicht mehr aktiv weiterentwickelt. Eine endgültige Entscheidung scheint allerdings noch nicht gefallen und es wird mit Sicherheit möglich sein, entweder das ein oder das andere Programm über die Paketquellen nachzuinstallieren.

Rekonq 0.9

Kubuntus Standardbrowser Rekonq soll in der derzeit noch in Entwicklung befindenden Version 0.9 ausgeliefert werden. Diese Version bringt unter anderem folgende Neuerungen mit.

  • Bessere Vorschläge während der URL-Eingabe (siehe hier und hier)
  • Passwort-, Lesezeichen- und Chronik-Synchronisation
  • Unterstützung für Web-Applikationen (siehe Video)
  • Weitere Neuerungen (siehe hier)

Calligra Office + Krita in den Quellen

Das aus dem KOffice-Projekt hervorgegangene Office-Paket Calligra Office wird erstmals in den offizielen Kubuntu-Quellen verfügbar sein. Im Laufe der nächsten Jahre könnte Calligra Office das derzeitige Standard-Office-Paket LibreOffice ersetzen.

Weiteres

Plasma Active: Die KDE-Tablet-Oberfläche könnte auch mit Kubuntu 12.04 ausgeliefert werden. Wie bei KDE Telepathy ist die Entscheidung hier allerdings noch nicht gefallen.

Bessere Integration von Gtk+3-Programmen: Ein Oxygen-Theme für Gtk+3-Programme soll dafür sorgen, dass sich Gtk+-Programme besser in den KDE-Desktop integrieren, als es derzeit der Fall ist.

Natürlich werden neben diesen angesprochenen Neuerungen auch alle sonstigen Programme in den aktuellen Versionen in den Paketquellen vorhanden sein. Außerdem wird Kubuntu wie auch Ubuntu ganze 5 Jahre lang mit Updates versorgt werden.

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7 Kommentare

  1. Guter Vorgeschmack.
    Hab erst vor kurzen auf meinen alte HP Laptop das XUbuntu Installiert und muss sagen es gefällt mir um einiges mehr als das Ubuntu mit Unity.

  2. Ist Rekonq jetzt der Standard-Browser in KDE?

  3. Laut ubuntuusers-Wiki ist er das schon seit Kubuntu 10.10. Ob KDE selbst einen Standardbrowser hat weiß ich gar nicht.

  4. Ja, bei Kubuntu schon länger. Aber bei KDE ist es soweit ich weiß immer noch Konqueror…

  5. Hmm, ich hab da wirklich KDE geschrieben. Hab eigentlich schon Kubuntu gemeint – wird geändert.

  6. Das erste, was man nach der Installation von Kubuntu immer machen muss, ist Rekonq deinstallieren und Firefox einspielen. Warum die Kubuntu Entwickler dennoch immer wieder Rekonq reinpacken, ist mir ein Rätsel. Denn mit Rekonq kann man gar nix anfangen (keine add-ons etc). Würden die Kubuntu-Leute Firefox und Thunderbird standardmäßig installieren, dazu Nepomuk/Strigi deaktivieren bzw. optional beim Start anbieten ob ja/nein, dann wäre Kubuntu viel attraktiver. Außerdem sollte das Icon-Tasks zum Standard-Taskmanager für KDE werden. Dann würden viele viele Windows-User wechseln!

  7. Wie man Firefox installieren kann ist mir ein Rätsel: Jedes Kind weiß doch, dass der unerträglich langsam ist. Damit kann man gar nix anfangen. Überhaupt nichts. Wenn Ubuntu Firefox aus der Standardinstallation werfen würde, würden garantiert alle Windows-Nutzer sofort wechseln.

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