Die erste finale Version von LibreOffice, dem Fork von OpenOffice.org wurde am heutigen 25. Januar 2011 veröffentlicht. Vor einigen Monaten haben sich ein großer Teil der freien Entwicklergemeinschaft rund um das OpenOffice.org-Projekt abgespalten und 10 Jahre nach der ersten Version einen Fork des Projekts gegründet.

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Nun steht LibreOffice 3.3 als fertige Version zur Verfügung und bringt zahlreiche Neuerungen mit. Die größte Neuerung dürfte jedoch sein, dass die Weiterentwicklung von nun an völlig frei weiterverläuft – ohne Oracles Lizenzzwänge – allerdings auch ohne große Firma im Rücken. Die Software soll unter dem Dach der Document Foundation weiterentwickelt werden. Nach Angaben der Document Foundation arbeiten derzeit mehr als 100 Entwickler für Libreoffice. Zum Start im September 2010 waren es nur 20.

Es bleibt zu hoffen, dass sich die Entwicklung in den nächsten Jahren weiter beschleunigt. Die ersten Monate seit der Abspaltung haben einen sehr guten Eindruck vermittelt von dem, was mit dem Projekt möglich ist. Zahlreiche neue Entwickler haben sich in das neue Projekt mit eingebunden und die Geschwindigkeit der Entwicklung konnte gesteigert werden. Die Ideen für zukünftige Versionen sind jedenfalls vorhanden. So soll zum Beispiel die Benutzeroberfläche grundlegend überarbeitet werden. Einige Mock-ups dazu wurden bereits erstellt.

LibreOffice 3.3 steht als Download unter libreoffice.org bereit. OpenOffice.org ist tot, es lebe LibreOffice!

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7 Kommentare

  1. Schön zu hören das es gerade so gut läuft und sich so viele beteiligen. Hoffe nur das die ganze Energie nicht für eine neue Oberfläche verbraucht wird. Die alte ist doch einwandfrei.

  2. Habe erst kürzlich einen Artikel zur alten Oberfläche verfasst. Ich finde wirklich nicht, dass die einwandfrei ist: http://picomol.de/2010/12/14/openoffice-org-und-seine-grose-schwache/

  3. Ganz ehrlich, was ist an der alten Oberfläche einwandfrei?

    Meiner Meinung nach, sollten die größte Energie in die Entwicklung einer neuen Oberfläche gesteckt werden. Das hat meiner Meinung nach oberste Priorität.

    Hier kannst du auch mal ein paar nette MockUps sehen:

    http://www.webupd8.org/2011/01/more-libreoffice-mockups-citrus-ui.html

    http://www.webupd8.org/2011/01/libreoffice-user-interface-mockups-with.html

  4. Schaut euch doch die Screenshots auf der Hauptseite an. Die Oberfläche ist gleich.

    Auch der denkmalgeschützte Pfeil. 😉

  5. „OpenOffice.org ist tot“ – weiß O. davon? 😉

    LibO könnte sich zukünftig durchaus an den Gnome-Styleguide halten, zuvorderst bei Requestern.

  6. Pingback: LibreOffice: Das Werk ist vollbracht | aufgebauscht

  7. Jaja der Pfeil. Ich weiß ja nicht ob man den aus technischen Gründen nicht einfach austauschen kann, oder ob den wirklich niemand gesehen hat. Ist aber unglaublich, dass es den immer noch gibt.

  8. Das ding erhält Kultstatus. =) Ich mach mich gleich an die T-Shirt produktion, Pfeil-Stofftiere und Tassen.

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