04. August 2012 · 5 Kommentare · Kategorien: Open-Source · Tags: ,

GNOME 2 hat immer noch recht viele Fans, doch ist GNOME 2 in der aktuellen Ubuntu-Version 12.04 nicht mehr verfügbar. Wer die vom Ubuntu Software Center installierbaren Desktopumgebungen ausprobiert hat, aber damit nicht glücklich wurde, oder einfach den alten GNOME 2-Desktop perfekt fand, der kann sich den MATE-Desktop nachinstallieren.

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Was ist MATE?

MATE ist ein Fork von GNOME 2, ähnlich wie Trinity ein Fork des alten KDE 3 ist. Da MATE nicht in den Paketquellen von Ubuntu 12.04 enthalten ist, muss für dessen Nachinstallation eine neue Paketquelle dem System hinzugefügt werden.

MATE Desktop-Umgebung 1.4 [Bildquelle]

Installationsanleitung für 12.04 alias Precise Pangulin

Achtung: Diese Anleitung ist nur für erfahrene Linux-Nutzer gedacht. Stichwort Fremdquelle. Falls du nicht weißt, was du tust, hier bitte das Lesen abbrechen ;-).

sudo apt-get update
sudo apt-get install mate-archive-keyring
sudo apt-get update
sudo apt-get install mate-core
sudo apt-get install mate-desktop-environment

Die Zukunft wird zeigen, ob sich der Fork halten wird, oder nach und nach doch alle Nutzer auf GNOME 3 oder andere Desktopumgebungen umsteigen werden. Von der KDE3-Abspaltung Trinity hört man auf jeden Fall relativ wenig. [Quelle und Installationsanweisung für andere Distributionen]

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5 Kommentare

  1. Mate ist wie ein Wachkomapatient, nicht tot aber auch nicht lebendig. Wie will Mate einen ausreichenden Entwicklerzuspruch finden. Wie wollen Sie die gtk2-Librarys warten. Das ist ein sehr ambinitoniertes Unterfangen, wenn man bedenkt, was für eine Manpower es für die Entwickung und die Pflege von gnome 2 brauchte. Mate ist fast tot, bevor es zu leben begonnen hatte, gnome 2 ist tot, gtk2 wird folgen. Eine absolute Sackgasse auch wenn es den Nostalgikern nicht gefällt. Ich habe sehr gern mit gnome 2 gearbeitet (und werde das mit meinem Lucid Notebook auch noch eine Weile tun. Aber irgendwann geht die Entwickung und die Zeit darüber. Man kann nicht immer stehenbleiben um lebenserhaltende Maßnahmen für einen sterbenden Deskotop zu erreigen.

  2. Ich persönlich bin ja auch kein Fan von MATE. Ich sehe einfach keinen Vorteil darin, ich verstehe nicht wirklich, was daran so gut sein soll, dass man sich diese Arbeit antut.

    Auf der anderen Seite ist das halt ein Vorteil freier Software, dass man einfach damit machen kann, was man will. Und wenn es Leute gibt, die mit GNOME 2 bzw. MATE glücklich sind, dann sollen sie das auch weiterhin nutzen. Damit hab ich kein Problem.

  3. „Von der KDE3-Abspaltung Trinity hört man auf jeden Fall relativ“…? Wenig, viel? Am Anfang war es ja noch sehr viel, mittlerweile ist es aber etwas ruhiger geworden…

  4. Hmm, es wär ja nicht so, als würde ich mir die Artikel nicht nochmal durchlesen vor dem Veröfffentlichen. Allerdings scheinen solche Fehler die Qualitätskontrolle immer wieder zu überlisten :-).

  5. Warum muss man immer alles zerreden? Das GNOME-Team hat mit der Oberfläche von GNOME 3 einen riesen Fehler gemacht. Was nützt es wenn der Unterbau gut, aber die Bedienung für die Tonne ist? Wahrscheinlich wird GNOME 3 auch irgendwann reifen, aber das Team hätte besser daran getan, den evolutionären Weg von GNOME 2 fortzusetzen, statt eine Revolution anzuzetteln. Sicher steht MATE auf der Kippe, aber wünschen würde ich mir, dass sich mehr Entwickler finden, die einsehen, dass GNOME 3 so nichts wert ist, und bereit sind, den Unterbau von MATE zu modernisieren, die Anwendungen auf Gtk 3 zu portieren, und weiter zu verbessern. Damit man einen modernen Desktop, mit dem man auch arbeiten kann.

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