Im Gegensatz zu der Vorgangsweise unter Windows, versteckt man Dateien unter Linux normalerweise mit der Änderung des Dateinamens. Beginnt eine Datei mit einem Punkt, zeigen gängige Dateimanager diese nicht mehr an. Durch entsprechende Einstellungen im jeweiligen Dateimanager bzw. mit der Tastenkombination Strg + H kann die versteckte Datei wieder zum Vorschein gebracht werden.
Und wenn ich die Datei nicht umbenennen möchte?
Manchmal möchte man eine Datei allerdings ausblenden, ohne dazu deren Namen verändern zu müssen. Deshalb ist es recht praktisch, dass es für GNOME-Nutzer einen alternativen Weg gibt, Dateien bzw. Ordner zu verstecken, die .hidden-Datei.
Erstellt man in einem Ordner eine Datei namens „.hidden“ und listet in dieser die Namen der Ordner bzw. Dateien auf, die normalerweise nicht angezeigt werden sollen, führt dies dazu, dass Nautilus, GNOMEs Dateimanager, diese auch nicht mehr anzeigt.
Ein kleines Beispiel
Aktiviert man Nautilus unter Ansicht -> Verborgene Dateien anzeigenso, dass auch verborgene Dateien angezeigt werden, sieht mein Testordner so aus.

Wird nun das Häckchen bei der angesprochenen Option entfernt, werden nun die Dateien „.Unsichtbar“ und „.hidden“ entfern, da deren Namen mit einem Punkt beginnt. Die Dateien „Unsichtbar“ sowie „Unsichtbar2“ werden ebenfalls nicht angezeigt, da sie in der Datei „.hidden“ aufgelistet sind.

Der Inhalt der „.hidden“-Datei sieht dabei wie folgt aus:
Unsichtbar Unsichtbar2
Unter KDE bzw. Dolphin und Konqueror hat die „.hidden“-Datei keinerlei Effekt. Wie es mit anderen Dateimanagern aussieht, weiß ich nicht. [Tipp aufgeschnappt von ubuntuguide.net]

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