Im Gegensatz zu der Vorgangsweise unter Windows, versteckt man Dateien unter Linux normalerweise mit der Änderung des Dateinamens. Beginnt eine Datei mit einem Punkt, zeigen gängige Dateimanager diese nicht mehr an. Durch entsprechende Einstellungen im jeweiligen Dateimanager bzw. mit der Tastenkombination Strg + H kann die versteckte Datei wieder zum Vorschein gebracht werden.

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Und wenn ich die Datei nicht umbenennen möchte?

Manchmal möchte man eine Datei allerdings ausblenden, ohne dazu deren Namen verändern zu müssen. Deshalb ist es recht praktisch, dass es für GNOME-Nutzer einen alternativen Weg gibt, Dateien bzw. Ordner zu verstecken, die .hidden-Datei.

Erstellt man in einem Ordner eine Datei namens „.hidden“ und listet in dieser die Namen der Ordner bzw. Dateien auf, die normalerweise nicht angezeigt werden sollen, führt dies dazu, dass Nautilus, GNOMEs Dateimanager, diese auch nicht mehr anzeigt.

Ein kleines Beispiel

Aktiviert man Nautilus unter Ansicht -> Verborgene Dateien anzeigenso, dass auch verborgene Dateien angezeigt werden, sieht mein Testordner so aus.

Sichtbare und unsichtbare Dateien

Wird nun das Häckchen bei der angesprochenen Option entfernt, werden nun die Dateien „.Unsichtbar“ und „.hidden“ entfern, da deren Namen mit einem Punkt beginnt. Die Dateien „Unsichtbar“ sowie „Unsichtbar2“ werden ebenfalls nicht angezeigt, da sie in der Datei „.hidden“ aufgelistet sind.

Nur sichtbare Dateien

Der Inhalt der „.hidden“-Datei sieht dabei wie folgt aus:

Unsichtbar
Unsichtbar2

Unter KDE bzw. Dolphin und Konqueror hat die „.hidden“-Datei keinerlei Effekt. Wie es mit anderen Dateimanagern aussieht, weiß ich nicht. [Tipp aufgeschnappt von ubuntuguide.net]

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4 Kommentare

  1. Ziemlich harte Anforderung: „Manchmal möchte man eine Datei allerdings umbenennen, ohne dazu deren Namen verändern zu müssen.“

  2. Keine Ahnung was du meinst und vor allem wo du das Zitat her hast ;-).

  3. Woa, das ist nicht im Zuge der Vereinheitlichung der Linux DEs bei KDE implementiert worden?

    Das überrascht mich jetzt aber 🙁

  4. Es gibt einen Bugreport zu dem Thema auf kde.org. Dieser existiert seit 2003 (!), Status: New.

    Ich denke nicht, dass sich in absehbarer Zeit bei KDE dahingehend etwas ändern dürfte. Etwas seltsam finde ich das ja, da die bei KDE ja sonst auch nicht mit Funktionen sparen. Nicht, dass die Funktion jetzt überlebenswichtig wäre, aber manchmal sicher ganz praktisch und stören sollte sie doch auch niemanden.

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