Gestern war sie da, die neue 250 GB SSD* von Samsung. Nach einer Sicherung meiner gesamten Daten auf einer externen Festplatte, wurde die alte Festplatte ausgebaut und durch die neue SSD ersetzt. Zusätzlich stellte sich für mich die Frage, welches Betriebssystem installiert werden soll.
Einbau und Installation
Mein Notebook habe ich inzwischen schon des öfteren komplett zerlegt, weshalb der Tausch des Speichermediums dann auch kein Hexenwerk mehr war. Ein paar Schrauben lösen, HDD raus, SSD rein – fertig.
Ein paar technische Details zur SSD:
- 250 GB Kapaziät
- 840er Basic-Braureihe (die etwas abgespeckte, aber günstigere Version)
- SATA-3 (6.0 GBit/s), jedoch abwärtskompatibel mit meinem SATA-2-Anschluss (läuft dann halt „nur“ mit max 3.0 GBit/s)
- Lieferumfang: Die SSD selbst und eine CD von Samsung (hab ich nicht ausprobiert)
Welches Betriebssystem?
Bis gestern betrieb ich das Notebook mit Ubuntu 12.04 LTS. Das hätte ich auch auf die SSD neu installieren können, doch irgendwie hätte mir dabei der Nervenkitzel etwas gefehlt. Ich entschied mich für die aktuelle Ubuntu-Entwicklerversion 13.04. Ich verfolge seit mehreren Jahren jede Entwicklerversion von Ubuntu und mir ist dabei nicht entgangen, dass die Qualität der Vorabversionen eigentlich kontinuierlich besser wurde. Ich möchte das jetzt keinem absoluten Anfänger empfehlen – Probleme können immer auftreten – aber für die Bastler unter uns sollte auch der Betrieb einer Entwicklerversion möglich sein. Aufpassen muss man dabei vor allem bei größeren Updates – die können einem das System oft ziemlich verhauen.
Neben der Wahl des Betriebssystems musste ich mich auch für eine Desktop-Oberfläche entscheiden. Bis gestern nutzte ich GNOME 3.4 (GNOME Shell) unter Ubuntu 12.04. Leider bringt Ubuntu 13.04 noch nicht GNOME 3.8 mit, sondern lediglich 3.6. Irgendwie läuft die GNOME Shell jedoch unter Ubuntu 13.04 und mit den freien Treibern irgendwie seltsam, sodass ich jetzt entschieden habe, Unity doch mal eine Chance zu geben. Bis jetzt bin ich eigentlich ziemlich zufrieden. Unity läuft sehr gut, lediglich Gwibber schien den Prozessor etwas zu sehr zu belasten. Da ich Gwibber jedoch auch gar nicht benötigte, entschied ich mich kurzerhand das Teil zu deinstallieren.
Erste Erfahrungen
Zuerst mal: Es traten einige Probleme auf. Die hatten aber nichts mit der SSD zu tun, sondern eher mit der Entwicklerversion von Ubuntu ;-). Die SSD lief von Anfang an rund und unglaublich schnell. Die Bootzeiten sind ein Traum und alle Programme starten spürbar schneller. Der Wechsel von HDD zu SSD stellt tatsächlich einen Quantensprung dar.
Sehr angenehm ist es auch, dass das dauernde Surren der Festplatte verschwunden ist. Läuft der Lüfter mal nicht, ist das Notebook still – mucksmäuschenstill!
Natürlich habe ich mich im Vorfeld etwas über SSDs informiert und da mir ein langes Leben der doch nicht ganz so billigen SSD einiges Wert ist, testete ich gleich nach der Installation des Betriebssystems, ob TRIM aktiviert ist und funktioniert. War es, bzw. ist es. Ich musste weder im BIOS was einstellen, noch sonst irgendwo rumfummeln.
Fazit
Ich bereue den Kauf der SSD nicht und frage mich gleichzeitig, warum die meisten Notebooks heutzutage noch mit Festplatten verkauft werden. Es scheint aber wohl nur eine Frage der Zeit zu sein, wie lange das so bleibt. Die Preise für SSDs sind in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken und sind mittlerweile auch recht leistbar, wenngleich noch deutlich teurer als herkömmliche Festplatten.
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