Es ist wieder mal Zeit für einen Blick auf die aktuelle Ubuntu-Entwicklerversion. Ein paar Dinge haben sich seit dem letzten Schnappschuss nämlich wieder verändert. Mal sehen: Was hat sich in den letzten drei Wochen so getan?

Werkzeugleiste wird dunkel

Dass Oneiric mit dunklen Werkzeugleisten daherkommt, wissen fleißige picomol-Leser ja schon längst. Da hat sich seit dem letzten Artikel auch nicht viel getan. Der Dateimanager Nautilus sieht immer noch etwas merkwürdig aus. Inzwischen gibt es aber ein paar Mockups, wie er für das Release optisch aufgepeppt werden könnte.

Dunkle Werkzeugleisten

Eleganteres „Aero Snap“

Microsoft hat’s erfunden, KDE, GNOME und Unity haben’s nachgemacht. Die Größe eines Fensters lässt sich durch Verschieben zu den Seitenrändern auf halbe Bildschirmgröße festlegen, während ein Ziehen zum oberen Rand, das Fenster maximiert.

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Die Funktion gibt es bereits in der aktuellen Ubuntu-Version (11.04). Allerdings ist diese meiner Meinung nach ziemlich fehlerbehaftet. Ich weiß nicht, ob es vielleicht nur an meinem Grafikkartentreiber liegt, aber die „Fenstervorschau“ ist bei mir in den meisten Fällen ziemlich falsch dimensioniert.

In der aktuellen Unity-Version wurde das Ganze nun korrigiert. Ein kleines Video, das ich eben gemacht habe, veranschaulicht das neue „Unity Snap“.

Mehr Einstellungen für Unity

Vor kurzem wurden dem CompizConfig-Settings-Manager ein paar neue Unity-Einstellungsmöglichkeiten spendiert. Neu sind folgende Konfigurationsmöglichkeiten:

  • Edge Reveal Timeout: Mit diesem Regler lässt sich einstellen wie lange man mit dem Mauszeiger am linken Bildschirmrand verbleiben muss, um den Launcher zum Vorschein zu bringen. Standardmäßig liegt der Wert bei 150 ms.
  • Show Devices: Damit lässt sich einstellen, ob alle, keine oder gerade gemountete Geräte im Launcher angezeigt werden.
  • Launcher Opacity: Sichtbarkeit/Transparenz des Launchers ändern. In Natty ist nur die Konfiguration der Panel-Transparenz möglich.
  • All das, zusätzlich zu  den altbekannten Konfigurationsmöglichkeiten.

Unity Konfiguration in Ocelot

Alt+Tab Programmwechsel optisch aufgepeppt

Schlagt mich nicht, falls es die Funktion in dieser Art schon länger gibt. Ich bin nämlich der Meinung, dass die Art und Weise, wie der Alt+Tab Programmmwechsel abläuft, etwas geändert wurde. Hab auch ein Video dazu gemacht, vielleicht kann mich ja jemand aufklären, ob das schon länger so ist :-).

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5 Kommentare

  1. Dass sich beim Alt-Tab-Switcher was getan hat, stimmt, aber nicht das, was du meinst: http://www.youtube.com/watch?v=T7vj7AV7Fjo

    😉

  2. Komischerweise öffnet sich dieser Switcher, wenn ich Strg+Tab drücke. Das war bis vor kurzem die Kombination, mit der ich im Browser von einem Tab zum anderen gewechselt bin.

    Hat sich bei mir an der Konfiguration möglicherweise etwas verstellt? Alt+Tab zeigt den im Artikel geposteten Wechsel.

    Gruß Valentin

  3. Für mich ist das immer genauere Kopieren der „Aero Snap“-Funktion keine Reife. Das ist das erste was mir negativ aufgefallen ist, diese Snapperei. Ich will meine Fenster auch mal per Maus an einen Bildschirmrand ziehen und will es eben nicht „gesnappt“ kriegen.

    Wozu überhaupt dieser Maximieren-Snap? Wenn ich mit der Maus schon die Leiste packen muss zum Fenster verschieben kann ich doch gleich einen Doppelklick machen.

    Das war eine Funktion die man Windows XP noch per separatem Programm beibringen musste, in Gnome mit Compiz Grid schon lange sehr komfortabel möglich war. Da benutze ich lieber meine Tastenkürzel und hab dafür ein vielfaches der Optionen wie 2-Drittel-1-Drittel-Aufteilung, Fenster auf Bildschirmecke reduzieren usw…

    Ich weiß nicht, die Neuerungen die das Arbeiten so viel leichter machen sollen brauche ich absolut nicht.

    Mein Verdacht ist, dass „mit Gewalt“ versucht wird neue Bedienkonzepte zu entwickeln, Hauptsache es ist „anders“ und Hauptsache es ist Eines-für-alles (Tablet, Netbook, Desktop-PC). Kann nicht funktionieren weil ich die „Um jeden Preis Platz sparen“-Mentalität bei einem 21-27-Zoll-Monitor nicht brauche, sondern diese Auswüchse stören (z.B. AppMenu um ordentlich Kilometer zu machen mit der Maus…).
    Ich hätte kein Problem damit wenn es mit Gnome 2.x weiterginge und Unity sowie Gnome3 wieder verschwinden würden. So sehe ich mich in naher Zukunft gezwungen auf Xfce umzusteigen oder Unity zu installieren und dann Stunden damit zu verbringen, es wieder fast wie Gnome 2.x funktionieren zu lassen.

  4. Achso, stimmt ja, der ist vorerst auf Strg+Tab gelegt, bis die Testphase davon vorbei ist, ich find es auch ein bisschen komisch.

    Aber soweit ich weiß, will Canonical das letzten Endes auf Alt+Tab umstellen.

  5. Das Unity ist der grösste scheiss, den ich je gesehen habe. Ist für schnelles arbeiten unbrauchbar !Das ist keine Verbesserung, sondern ein Rückschritt !!Gnome ist besser und einfacher.

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