Momentan verwende ich zur Besucheranalyse dieses Blogs eine Kombination aus Google Analytics und WordPress Stats. Google Analytics aufgrund der zahlreichen Funktionen, WordPress Stats nebenbei, da die Echtzeit-Analyse relativ komfortabel ist und das Ganze schnell im WordPress-Dashboard zugänglich ist. Beide Dienste sind in den letzten Wochen allerdings mehrfach negativ in die Schlagzeilen geraten: Datenschutz. Sowohl Google Analytics als auch das WordPress Statistik-Plugin senden die Daten in die USA. Dort werden sie gespeichert. Was genau mit den Daten passiert, weiß, außer den dahinter stehenden Firmen, niemand so genau.

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Piwik getestet

Seit einiger Zeit teste ich die OpenSource-Software Piwik. Alles in allem bin ich relativ zufrieden mit der Software. Die Funktionen reichen zwar noch nicht an Google Analytics heran, die für mich wichtigsten Funktionen beherrscht Piwik allerdings.

Piwik wird lokal auf dem Server installiert, was sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringt. Der Vorteil liegt natürlich im Datenschutz-Aspekt. Die Daten bleiben auf dem Server und werden nirgendwo sonst weitergeleitet. Doch gerade das ist auch ein Nachteil der Software. Sie beansprucht zusätzliche Ressourcen. Neben der zusätzlich nötigen Rechenleistung des Serveres, wird auch jede Menge zusätzlicher Speicherplatz benötigt. Je größer der Blog, je mehr Besucher sich darauf tummeln, desto größer die Kosten für den Betrieb des Servers.

Das Problem haben externe bzw. fremd-gehostete Dienste natürlich nicht.

Piwik startet Umfrage

Im Piwik-Blog gibt es seit kurzer Zeit eine Umfrage zum Thema: „Should We Offer Piwik Hosted?“ – Falls sich dabei genug Interessierte für einen gehosteten Dienst melden würden, könnte so etwas vielleicht bald optional angeboten werden.

Und der Datenschutz?

Bei einem gehosteten Service hätte man natürlich das Problem mit dem zusätzlichen Server-Rechenleistungs- und Speicher-Bedarf nicht mehr. Das Problem ist nun aber wieder der Datenschutz, da die Daten wieder an einen externen Dienstleister weitergeleitet werden. Allerdings denke ich persönlich, dass man einem OpenSource-Projekt eher vertrauen kann oder dass sichergestellt werden kann, welche Daten genau übertragen werden bzw. dass die Anonymisierung der Daten sichergestellt werden kann.

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3 Kommentare

  1. Habe selbst schon an der Umfrage teilgenommen. Finde ich eigentlich eine ganz interessante Geschichte.
    Man kann natürlich genau einsehen, was an den Dienstleister übertragen wird. Allerdings liegt die Problematik hier eher daran, dass der Dienstleister ein amerikanischer sein wird. Sprich dieser ist wiederum nicht an die europäischen Datenschutzrichtlinien gebunden.

  2. Ich denke, dass den Personen aber klar sein sollte, dass Gerade europäische Seiten vermehrt auf Piwik setzen und zwar genau aus dem einen Grund: Datenschutz. Deshalb sollten sie den Dienst von vornherein so gestalten, dass es da zu keinen (bzw. nicht zu großen) Problemen kommen sollte.

  3. Da hast Du natürlich recht. Zumal sich Piwik ja selbst als freie Konkurrenz zu Google Analytics aufstellt.

  4. Pingback: Ergebnisse der Piwik-Umfrage | picomol.de

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