Immer, nachdem ich hier im Blog einen neuen Artikel veröffentlicht habe, verlinke ich diesen auf verschiedenen sozialen Netzwerken, wie Twitter, Diaspora, Google+ und Facebook. Der Sinn dahinter besteht darin, auch Menschen zu erreichen, die keine Feeds abonnieren und auch nicht regelmäßig hier vorbeischauen.

Von den entsprechenden Links kommen auch durchaus Nutzer hierher. Den primären Sinn erfüllen die Links also. Was mich allerdings stört ist die Tatsache, dass teilweise Menschen ihre Kommentare nicht im Blog, sondern in den jeweiligen sozialen Netzwerken hinterlassen. Das ist aus verschiedenen Gründen schade.

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  • Zum einen gehen die Kommentare in sozialen Netzwerken nach relativ kurzer Zeit unter, innerhalb weniger Tage kommt normalerweise keiner mehr zu den Kommentaren.
  • Kommentare, die direkt hier im Blog hinterlassen werden, sind für alle Leser des Artikels direkt sichtbar. Leute, die mir zum Beispiel per Twitter oder RSS folgen, bekommen von den Kommentaren auf Diaspora nichts mit. Die Kommentare in sozialen Netzwerken sind „exklusiv“ und so nur den Nutzern des Netzwerks vorbehalten.
  • Da verschiedene Kommentare auf verschiedenen Plattformen verteilt sind, entwickeln sich nicht so häufig spannende Diskussionen. Der eine Kommentator, bekommt vom anderen überhaupt nichts mit.

Was meint ihr dazu? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Bzw. was kann man dagegen machen?

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18 Kommentare

  1. Ich stimme dir voll und ganz zu! Das gleiche ist mir nämlich auch schon aufgefallen und hat mich auch geärgert…

    Aber es gibt (zumindest für Facebook) eine Möglichkeit: https://developers.facebook.com/docs/reference/plugins/comments/

    Funktioniert ganz gut, benutze ich in einem anderen Blog. Aber da geht dann oft das Geschreie wieder los, so von wegen Datenschutz und Facebook und so. Da du ja selbst diesen „2x Anklick Button“ für Facebook benutzt, wird dich das wahrscheinlich nicht überzeugen 😉

    Bin auf andere Vorschläge gespannt!

  2. Danke, aber so etwas ist für mich keine Lösung. Abgesehen davon, dass auf Facebook aus irgendwelchen Gründen praktisch nie kommentiert wird, bringt das Teil meiner Meinung nach mehr Nach- als Vorteile mit sich.

    Ich sag nur: Ladezeit, Datenschutz, Daten auf Facebook gehostet und die Tatsache, dass das Design der Seite ein bisschen verunstaltet wird.

  3. Zumindest auf Google+ kannst du die Kommentare auch deaktivieren.

  4. Ich kann beide Seiten verstehen.

    Zum Einen willst du als Betreiber gerne, dass ein Besucher alle Kommentare und Diskussionen zu dem Artikel unter dem Artikel finden kann, damit direkt alle nützlichen Anmerkungen sichtbar sind, falls Fragen zum Artikel auftreten oder jemand auf einen Fehler hinweisen will, auf den schon in 4-5 sozialen Netzwerken hingewiesen wurde.

    Zum Anderen will aber der Benutzer einfach und schnell kommentieren (wobei das Formular hier gar nicht so kompliziert ist, hat glücklicherweise nicht einmal ein Captcha, was ich echt gut finde) und vor allem – und das ist m.M.n. sehr wichtig – über Antworten auf seinen Kommentar auf dem Laufenden gehalten werden.
    Du hast hier im Blog eine klein Checkbox, die ich anklicken kann, wenn ich gerne Mails haben möchte, sobald es Kommentare gab, nachdem ich kommentiert habe. Ist schonmal nicht verkehrt.

    Was du aber eigentlich bräuchtest wäre eine Bridge zwischen sozialen Netzwerken und dem Blog. Also zumindest einmal müsste diese Bridge alle Kommentare aus den Netzwerken einsammeln und als Kommentar unter diesen Blogeintrag schreiben. Dann hätte dieser Blogeintrag die vollständigste Kommentaransicht. Großer Pluspunkt.
    Wenn du dann den Leuten noch die Bequemlichkeit geben willst, dass sie auf ihrer Lieblingsplattform weiterverfolgen können, was hier an Kommentaren abgeht (denn Diskussionen sind leichter in einem sozialen Netzwerk zu führen, als wenn ich jedes mal in der Mail auf einen Link klicken, die Seite aufrufen, alles in die Formularmaske eingeben und abschicken muss), dann brauchst du auch den anderen weg, dass dein Blog in die sozialen Netzwerke die Kommentare einfügt, die aus anderen sozialen Netzwerken oder direkt in den Blog gemacht wurden.

    Mit solch einer Bridge hätte man das Problem dann erschlagen. 🙂

  5. Interessanter Hinweis. Allerdings werden Leser das wohl eher als negative Gängelung wahrnehmen als als freundlichen Hinweis, doch lieber im Blog zu kommentieren…

  6. Hmm, das Thema beschäftigt zur Zeit sicherlich einige Blogger. Ich habe schon öfters gehört, dass die Kommentarfunktion auf dem eigenen Blog komplett abgeschaltet wird, weil die Diskussion in die Netzwerke ausgelagert werden soll.

    Ich denke aber, die Kommentare sollte als Ergänzung zum Inhalt des Beitrags gesehen werden und der Beitrag steht nunmal im Blog. Also entweder kann man gleich nur im Netzwerk publizieren, oder Kommentar und Posting sollten zusammen im Blog stehen.

    Eine unschöne Lösung wäre vllt., dass man die Beiträge auf Facebook und Co im Blogposting verlinkt?!

  7. Ich bin da eher Sebastians Meinung. Wenn man das Kommentaren verbietet, dann kommt möglicherweise überhaupt nichts mehr…

  8. Möglicherweise ist das Kommentieren in sozialen Netzwerken wirklich etwas komfortabler. Allerdings bin ich der Meinung, dass der Vorteil, den man bei Blog-Kommentaren hat (nämlich dass die Kommentare direkt mit dem Beitrag zusammen auf einer Seite stehn) überwiegt.

    Natürlich, Captchas schrecken ab. Oft sind sie gar so kompliziert, dass man mehrere Male probieren muss, bis es endlich klappt. Ich fahre mit Antispam Bee recht gut. Außerdem muss der erste Kommentar eines neuen Besuchers manuell freigeschalten werden. Ist das mal geschehen, sind die nächsten Kommentare gleich sichtbar.

    Ich hab mich schonmal danach umgesehen, wie man die Kommentare einfach hier einbinden kann, vor allem Diaspora wäre mir wichtig (da dort doch regelmäßig Kommentare kommen) – es müsste irgendwie auch möglich sein. Nur was fixfertiges scheint es nicht zu geben.

  9. Ich bin auch der Meinung, dass Kommentare immer recht gute Ergänzungen zum Beitrag sind. Hier die Kommentare abschalten, wäre sicherlich der falsche Weg.

    Links zu Kommentaren in sozialen Netzwerken … hmm, müsste man wahrscheinlich manuell machen und so wirklich elegant wär die Lösung dann auch wieder nicht.

  10. Du kannst nicht das komfortable Kommentieren in sozialen Netzwerken gegen den Vorteil, dass Blog-Kommentare unter dem Blogeintrag stehen, abwägen.

    Das erstere ist nämlich für den Kommentator etwas tolles, das zweitere ist vor allem für den Blogbesitzer wichtig, der gerne einen lebhaften Blog haben möchte.
    Daher musst du als Blogbesitzer schon auf die Wünsche bzw. Bequemlichkeit der Leser eingehen oder dich damit abfinden, dass die Diskussion eben woanders stattfindet.

  11. Ich verstehe, was du meinst. Ist es aber nicht so, dass auch der Leser einen Vorteil davon hat, wenn die Kommentare irgendwo gebündelt sind? Ich persönlich lese mir zu fast allen Artikeln, die ich lese, auch die Kommentare durch. Da stehen oft interessantere Sachen drinnen, als im eigentlichen Artikel.

    Ich glaube nicht, dass ich da ganz falsch liege :-).

  12. Das teilt die Kommentare, die du bekommen kannst, in zwei Kategorien auf.

    Einmal gibt es die Kommentare der Leute, die in sozialen Netzwerken kommentieren. Das sind Leute, die etwas dazu sagen wollen und vielleicht nicht so weit um die Ecke denken um auf die Idee zu kommen, dass man im Blog kommentieren könnte, damit es noch viel mehr Leute sehen. Man könnte vermuten, dass die Kommentare auch weniger Tiefgang haben – aber das kannst du ja vielleicht erzählen, die da so deine Erfahrungen sind.

    Die anderen Kommentatoren wären diejenigen, die lieber unter dem Blog kommentieren, weil sie ebenfalls deine Ansicht vertreten. Da ist allerdings eine höhere Schwelle, bis man das mal macht, dafür sollten aber auch die Kommentare etwas gehaltvoller ausfallen. Oder nicht?

  13. Ähm, Moment:

    Du sorgst dich um den Datenschutz bei Facebook, stellst dort trotzdem Inhalte ein? Das ist widersinnig. Entweder du achtest auf deinen Datenschutz (und teilst Facebook nicht mal deine Blogadresse mit) oder du propagierst Facebook (und pfeifst auf Datenschutz).

  14. Oder er macht es so wie er es macht. Ob es dir passt oder nicht.

    Er will die Nicht-Facebook-Nutzer vor Facebook schützen (so wie mich, vielen dank). Facebook-Nutzer vor Facebook schützen wäre irgendwie… schwierig.

  15. Und du sprichst jetzt für ihn, weil…?

  16. Dies ist ein öffentlicher Platz für Diskussionen, an der jeder (so auch ich) teilnehmen darf. Ich darf hier meine Meinung äußern, genau wie du. Es steht dir natürlich frei mich zu ignorieren.

  17. Antwortest du auf öffentlichen Plätzen immer auf Fragen, die anderen gestellt werden?

  18. In öffentlichen Diskussionen kann man sich einmischen, ja. Das gehört zu einer gesunden Diskussionskultur. In Kommentaren sowieso. Das will ich dir aber nicht erklären, ich glaube du weißt eigentlich selber dass das so ist.

    Nein, ich mache das nicht immer. Wäre auch doof, denn immer ist ganz schön oft und würde mir nicht mehr viel Zeit lassen.

    Zumal deine Frage eher als rhetorisch verstanden habe, da deine Unsinnigkeitsargumentation diesen Eindruck erweckte.

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