07. Oktober 2010 · 36 Kommentare · Kategorien: Open-Source · Tags:

Vor allem fortgeschrittene Linux-Benutzer lieben sie – Konsolenbefehle. Mit nur wenigen aneinandergefügten Wörtern können Arbeiten erledigt werden, die ohne Terminaleingabe oft sehr viel umständlicher und arbeitsaufwändiger sind. Die Installation eines Programmes durch „sudo apt-get install meinlieblingsprogramm“ und einem darauffolgenden ENTER ist sehr viel schneller, als das Ubuntu Software-Center zu öffnen, das Programm zu suchen und zu installieren.

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Auch in Anleitungen und Tutorials werden sehr häufig Konsolenbefehle verwendet, ganz einfach, weil man dem Leser dabei nicht viel erklären muss. Markieren, Strg+C, Strg+V, ENTER. Das kann jeder. Eine Anleitung wie das Ganze auch auch unter der grafischen Oberfläche funktionieren würde sind meist sehr umständlich zu schreiben. Verständlich also, wenn viele der Tutorial-Verfasser bei der Konsole bleiben.

Doch – der Komfort solcher Anleitungen birgt Gefahren und die sind meiner Meinung nach manchmal sehr groß und sollten beachtet werden. Vor allem Linux-Neulinge denken oft nicht lange nach, wenn sie solche Anleitungen „abarbeiten“. Sie gewöhnen sich schnell daran, Befehle in Anleitungen einfach zu kopieren und auszuführen. Sie kennen dabei oft die Bedeutung der Befehle nicht und kopieren wild darauf los. Dabei kann mehr passieren, als man im ersten Moment denkt.

  1. Die böse Absicht: Hat jemand böse Absichten oder einfach Lust auf einen schlechten Scherz, ist es für diesen ein Leichtes, Konsolenbefehle in den Umlauf zu bringen, die das System zerstören oder zumindest das reibungslose Arbeiten unmöglich machen. Mit nur einer Eingabe ist es möglich viel Schlimmes mit dem System anzurichten. Daten löschen, das System zum Abstürzen bringen, Paketquellen zum System hinzufügen, böse Programme installieren, Viren, Trojaner zu installieren und noch viel mehr. Sicher, man sollte selbst so weit sein, dass man nachdenkt ob man einer gewissen Person trauen kann, doch nicht immer kann man zwischen gut und böse unterscheiden.
  2. Die gute Absicht: Nicht immer steckt böswillige Absicht dahinter. Es kann auch durch ein Versehen passieren. Ein PPA ist schnell eingetragen, doch möglicherweise, wenn der Nutzer das nächste mal seine Systemaktualisierung durchführt, fährt nachher der PC nicht mehr hoch. Vielleicht wurden kaputte Grafikkartentreiber installiert, vielleicht sonst oder jenes. Es war keine Absicht und trotzdem kann so etwas passieren.

Sicher, auch über die grafische Nutzeroberfläche können Sachen passieren. Allerdings wird zum Beispiel kaum ein Nutzer jemals so blöd sein mit der grafischen Nutzeroberfläche seine ganzen persönlichen Dokumente zu löschen. Mit einer kurzen Kommandozeile ist es allerdings ein Leichtes, ungeübten Nutzern solche und andere Schandtaten anzutun.

Was ich mit diesem Artikel erreichen wollte ist nicht, die Kommandozeile schlecht zu machen. Ich nutze sie selbst regelmäßig und finde sie oft sehr nützlich. Allerdings sollte jedem klar sein, dass wenn er Copy&Paste-Anleitungen schreibt, diese ein gewisses Risiko bergen. Der Benutzer freundet sich mit solchen Anleitungen an und wird leichtgläubig. Er wiegt sich so lange in Sicherheit, bis irgendwann mal etwas passiert. Und dann startet im besten Fall sein Computer neu, im schlimmsten Fall ist sein Ubuntu dann mit einem Trojaner infiziert, der  alles an seinen Entwickler sendet und den Computer zu einem ferngesteuerten Spielzeug macht. Wie gesagt, es wäre möglich und für einen geübten Programmierer mit bösen Gedanken wohl auch im Rahmen seiner Möglichkeiten.

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36 Kommentare

  1. Danke! – Du sprichst mir aus der Seele.

  2. Naja, wollte den Artikel auch schon länger mal bringen. Ist mir immer wieder mal eingefallen. Aber die Zeit ließ es bis heute nicht zu.

  3. Ich gebe dir vollkommen Recht mit Deinen Ausführungen.
    Das schöne an Linux ist für mich, dass man mit einfachsten Mitteln herausfinden kann was ein Befehl oder Programm macht.
    Ich copypaste auch gerne mal was in die Kommandozeile.
    Allerdings achte ich immer darauf, was ich da ausführe, vor allem wenn ein sudo davorsteht.

    Eine Überschrift in der Art von „Warum es nicht so toll ist unbekannte Befehle in mein Terminal einzugeben“ wäre vielleicht weniger griffig, aber passender für Deinen Artikel 🙂

    Viele Grüße

  4. „Warum es nicht so toll ist unbekannte Befehle in mein Terminal einzugeben“
    Viiiiel zu lang und viiiiel zu langweilig 😉

  5. Zum Glück ist es nicht nur ein Entweder Oder. Wenn ich Anleitungen schreibe, erwähne ich – sofern ich die Zeit dazu habe – meist beide Lösungswege, wie hier: http://ubuntuforums.org/showthread.php?t=1517979

  6. Deiner Ausführung zufolge ist allerdings nicht die Kommandozeile böse, sondern die Verfasser von Anleitungen.

    Regards, Benni

  7. Puh, in der Tat ein provokanter Titel – mit fast schon konträrem Inhalt im eigentlichen Beitrag (;
    Denn an und für sich ist die Konsole nur so böse, wie der Nutzer „dumm“ ist. Das mag nun vielleicht überspitzt formuliert sein, aber als ich damals den ersten Kontakt zu Linux hatte, hieß es: Man muss wissen, was man tut.
    Zugegeben, in der Zwischenzeit ist Linux populärer geworden und viele Nutzer gehen nicht mehr so versiert an die Sache ran. Schnelle Lösungen werden gesucht, oft für Probleme, die man gar nicht in der Ursache verstehen will. Und da ist die Konsole nun mal ein übermächtiges Werkzeug, wo der unbedarfte User schnell mit Copy’n Paste tiefgreifende Ergebnisse erzielen kann.

    Doch nun frage ich mich, wem die Verantwortung für Fehler unterliegt? Demjenigen, der eine schnelle und effektive Lösung für Probleme offeriert und sich noch die Mühe gibt, diese als Blogeintrag zu verfassen und publizieren? Oder der Endanwender, der sich ohne zu überlegen seine Daten zerstört?

    Keep your eyes open and your mind thinking! Spätestens nach dem ersten GAU wird wohl auch der faulste Code-Kopierer mal anfangen nachzudenken….

    Cheers
    Chris

  8. naja, „böse“ würde ich das nicht nennen, eher „mächtig“. Der „unbedarfte User“ ist leider teilweise ein Vollidiot, der auch oft nicht bereit ist auch nur eine einzige manpage zu lesen oder einen längere Anleitung nachzuvollziehen. Hauptsache schnell, schnell, um dann hinterher zu krakelen, dass das System nicht mehr läuft. Daher ist sollte es bei Kommandozeile-Angaben zur Gewohnheit werden, davor ausdrücklich zu warnen.

  9. Ich finde ja immer die User unverschämt, die diese Anleitungen lesen, die Codesnippets ohne nachzudenken kopieren und ausführen (gerade bei den intel-treibern seh ich das öfter), auch noch jede Fremdquellenwarnung einfach ignorieren.

    Und wenn dann irgendwas nicht mehr funktioniert ist Linux schuld.
    Zugegeben, das war jetzt recht extrem, aber auf sowas stößt man immer wieder.

    Die Moral von der Geschicht: Die User sind verantwortlich für das, was sie mit ihrem System anstellen und damit kommen vor allem Windows-Umsteiger nicht klar. Die Konsole ist einfach nur ein umfangreiches Werkzeug.

  10. > Allerdings sollte jedem klar sein, dass wenn
    > er Copy&Paste-Anleitungen schreibt, diese
    > ein gewisses Risiko bergen.

    Das ist ja eine herrliche Verdrehung der Tatsachen. Krasser ausgedrückt: Der, der solche Anleitungen schreibt, ist „schuld“. Ist es nicht eher so, dass derjenige schuld ist, der irgendwelchen Kram aus dem Internet nachvollzieht, den er nicht versteht?

  11. Ja, der dumme User ist schuld. Ist Euch eigentlich klar wie komplex die Konsolenanleitungen teilweise sind? Da stehen oft 10 Zeilen mit Befehlen, die dann noch mehrere Optionen haben. Klar kann man das alles vorher durcharbeiten. Das ist aber sehr viel Arbeit, vor allem, wenn man keine Affinität zu Code hat ;-).
    Und das alles nur weil weil Programm X nicht zu starten ist. Wenn jeder Nutzer bei jedem Linux-Problem die Lösung vorher vollständig verstehen muss, wird das kein System für die Allgemeinheit werden.
    Ich copy + paste auch Code, den ich nicht vollständig verstehe. Sicher schaue ich vorher rüber, ob mir etwas auffällt, aber vor allem achte ich auf vertrauensvolle Quellen; und wenn’s dann schief geht ist das mein Problem.
    Leben ist nie risikofrei :-).

  12. Technodarwinist

    @Usul: Richtig.
    Das Internet ist wie ein Jungel:
    WER SICH NICHT AUSKENNT KOMMT DARIN UM.

  13. Hm, und wenn sich User X nen GUI runterlädt, das sein System zerschießt ist alles in Ordnung?

    Wer alles kopiert und ausführt, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist, der verhält sich im GUI auch nicht anders.

    Im Terminal muss man auch öfter Hürden nehmen wie: „dies löscht alle Daten auf XY, bist du sicher? (J/n)“ oder „if your shure type yes in upper case“

    Wenn man keine Ahnung von den Befehlen hat, muss man sich darüber informieren oder auf Ubuntuusers nachfragen, ob die Befehle auf dem eigenen System so funzen.

  14. Hallo,

    der Klassiker schlechthin ist ja

    rm -rf

    (an alle, denen das nichts sagt: NIE NIE NIE eingeben)

    So was ist mit einer GUI halt nicht wirklich möglich – zumindest nicht, ohne das GNOME, KDE & CO nicht nochmal nachfragen.

    Ansonsten: Schöner Artikel, IMHO gut ausgewogen. 🙂

    Gruß, noisefloor

  15. Ich finde es immer wieder erschreckend wie wenig mann „uns“
    Normalanwendern zutraut.

    Man könnte echt meinen dem Normal User wird nicht mal zugetraut eine cd einzulegen geschweige denn ein paar Befehle zu Kapieren die mann weil gerade zu faul zum tippen ist per copy&paste in die Konsole hackt.

    Irgendwie ist das echt so ein Angewohnheit in vielen Beiträgen das man sich die wildesten Szenarien ausdenkt wie blöd so ein Linux Anfänger sich anstellen könnte.

    Daher denke ich: bitte schreibt weiter viele viele Anleitungen dieser Art.

    Und traut den leuten einfach ein bischen mehr zu.

    Liebe Grüße von einen Nicht Power User

  16. Noch ein Grund, warum das „böse“ ist:

    Wer eine vorwiegend aus Kommandozeilen-Befehlen bestehende Anwendung liest, kann sich leicht in seinen Vorurteilen bestätigt fühlen, dass Linux keine brauchbare GUI hat, Frickelorgien vom Anwender abverlangt und nur für Programmierer benutzbar ist.

    Denn wer würde schon die Kommandozeile benutzen, wenn es auch auf dem (vermeintlich) komfortableren Weg über eine grafische Oberfläche ginge?

  17. Noch ein paar Ansätze für neue Artikel:
    „Ubuntuusers böse“ Unbedarfte Linuxneulinge können mit obskuren Kommandos vermeintlicher Supporter reingelegt werden.
    „Ubuntu böse“ Wer sein System verändert, ist ganz schnell auf Support angewiesen. Doch niemand weiß, wer die Hunderttausenden sind, die angeblich freiwillig helfen wollen.
    „Google böse“ Suchergebnisse des Datenkraken weisen häufig auf Lösungen, mit denen unbedarfte Nutzer ihr System gefährden.
    „Internet böse“ So wird die erste Anlaufstelle für Probleme zur Falle.
    „Welt böse“ Vor allem Frauen, Alte und Kinder sind den Anforderungen der modernen Zeit nicht mehr gewachsen. Wo Nerds herrschen, werden DAUs zu Opfern. Vielleicht sind Sie bald der Nächste!

  18. ACK, der war gut

  19. Sehr schöner Artikel, klar und verständlich geschrieben.

  20. Ich kann die Problematik, die du in dem Artikel anführst durchaus verstehen. Jeder sollte seine gesunden Menschenverstand einsetzen, auch bei Windows installiert schließlich nicht jeder „wild“ irgendwelche Software.
    Aber kann es nicht auch sein, dass durch diese Befehle beim Benutzer Neugier geweckt wird oder er gar einen Ansatz findet seine Angst oder nennen wir es mal Respekt vor der „Konsole“ ein wenig zu verlieren? Zu mindest war es bei mir so und hat mich dazu bewegt mich mehr mit der Konsole auseinander zusetzten.

  21. Ubuntu stellt den Anspruch, auch für Normalnutzer anwendbar zu sein. Und der Normalnutzer kapiert zumindest längere Konsolenbefehle und Skripte nicht mehr.
    Bei ubuntuusers und im Wiki finden sich solche Befehle wie rm -rf im Wurzelverzeichnis glücklicherweise nicht und wenn steht im Forum eine Warnung dabei. Und meistens werden Konsolenbefehle auch erklärt.

    Möglich ist es am Ende auch mit der Gui, sich das System zu zerschießen. Bei mehreren Nachfragen wird durchgeklickt, und wenn das eigene Todesurteil dabei steht….

    Am Ende hängt es auch daran, wem man vertrauen kann.

  22. Also so ein Käse ist mir noch selten untergelaufen. Die Überschrift dieses Artikels ist sowas von daneben, dass mir echt die Worte fehlen! Keine Frage, dass unbedarftes Eintippen von Befehlen in die Shell Probleme verursachen kann, aber darum gehts doch auch gar nicht.
    Deshalb hier von einer „bösen“ Kommandozeile zu reden ist vollkommen Banane. Denk einfach mal drüber nach, meine Vorredner haben es ja auch schon teilweise gesagt: Nur weil ich mich mit dem Vorschlaghammer auch den Schädel einschlagen kann ist das Werkzeug an sich doch nicht böse. Als Anwender ist man immer verantwortlich dafür was man in seinem System für Befehle absetzt, ganz gleich ob man dies in einer Shell oder GUI oder sonstwie tut. Davon abgesehen werden wirklich kritische Sachen ohne Root-PW sowieso nicht ausgeführt, und die SUDO Warnung hat ja wohl jeder beim ersten Benutzen gelesen, oder? Wer trotz all dieser Hilfestellungen, Warnungen und Absicherungen immer noch schafft, sein System zu schrotten, der mag vllt. wirklich bei Windows oder MacOS besser aufgehoben sein, das ist ja auch nichts verwerfliches um Gottes Willen. Auch ein weit verbreiteter Irrtum: Linux-User wollen angeblich die Verbreitung von Linux vorantreiben…. Vollkommener Quark. Niemand will das (ausser vllt. Canonical aus rein kommerziellen Interessen – auch ok).

  23. Vor allem bei „sudo“? Daran sollte man sich lieber nicht orientieren, da die wirklich wichtigen Daten – persönliche Daten – nicht durch sudo „geschützt“ sind.

  24. Die Wahrheit liegt wohl so dazwischen. Wenn ich mit einem neuen Auto einen Unfall baue, weil es konstruktionsbedingt einen Fehler im Bremssystem hat, wird mir sicher auch keiner vorwerfen, dass ich dieses System zuvor nicht genauestens analysiert habe…

    Vertrauen spielt dabei eine große Rolle. Wem kann ich vertrauen, wem nicht.

  25. Ich habs ausprobiert. Es ging nichts kaputt. Was hab ich falsch gemacht?

  26. Ja, die Konsole ist schon ein richtig böses Teil! Oh, man, was für ein Quatsch!
    Es gab mal Zeiten, da wurde die Konsole als das Killerargument gegenüber anderen Betriebssystemen gesehen. Und das ist sie ja auch.
    Aber keine Angst, es dauert nicht mehr lange, da wird Linux zu genau so einem Klickibunti-System für Vollidioten verkommen sein, wie Windows oder Mac. Dann wird man die Konsole auch abgeschafft haben und dafür für jeden Scheiß irgendein dubioses Grafiktool von irgendwelchen dubiosen Anbietern aus dem Internet herunterladen. Wie das ganze dann funktioniert, interessiert keine Sau mehr, ganz wie es der Dau haben möchte.
    Oh, Linux, was ist bloß aus dir geworden?

  27. Bitte nicht auf die Kurzanleitungen für die Konsole verzichten! Die funktionieren wenigstens auch dann noch, wenn Ubuntu die Knopfe mal wieder von rechts nach links oder unten nach oben verschiebt.

    Wer seiner „Verantwortung“ als Tutorilschreiber gerecht werden will, kann ja Erläuterungen dazuschreiben oder Alternativ zusätzlich einen Weg über eine GUI.

  28. Als Nachtrag möchte ich noch hinzufügen, dass das, was ich geschrieben habe, sich natürlich hauptsächlich auf Ubuntu bezieht. Schließlich hat Canonical sich ja auf die Fahne geschrieben, auch noch den allerdümmsten Hirni für sich als User zugewinnen.
    Es gibt ja aber zum Glück noch richtige Linux-Distributionen, die nicht mit allen Mitteln versuchen, zu einem neuen Windows zu werden.

  29. Vielleicht noch als Argument für Konsolenanleitungen auch gerade für unerfahrene und technisch uninteressierte Benutzer: Die Befehle sind unabhängig von einer Desktop-Umgebung! Man muss nicht für Gnome, KDE, LXDE, XFCE und so weiter jeweils eine eigene Anleitung schreiben, sondern kann meist unabhängig von der Oberfläche – und in vielen Fällen sogar der Linux-Distribution helfen.
    Denn viele GUI-Tools gibt es z.B. nur für Ubuntu.

  30. Plakativer Titel, der offenbar nicht viel mit dem Inhalt zu tun hat.

    Elektrizität ist auch böse, wenn Kinder den Finger in die Steckdose stecken. Möchte sie trotzdem nicht missen.

    Die Konsole ist eine objektiv und kausal ihre Aufgabe abarbeitende Software. Menschlich wertende Adjektive passen schlecht zu deren Funktionsweise und Eigenschaften, da Menschen im Gegensatz zu Maschinen objektiv nicht bewertbar sind.

    just my 2 cents

  31. Im Prinzip hast du Recht aber… Was hat das Ganze mit Linux zu tun?

    Meiner Erfahrung nach sind Windows-Anleitungen im Netz um Größenordnungen schlechter (sofern man überhaupt etwas Brauchbares findet) als z.B. Artikel und Foren in ubuntuusers.de. Und ein Windows-Programm ist genauso schnell installiert, genauso schnell auch ein Trojaner. Und auch in Windows gibt es eine Commandline, und was die CMD-Befehle nicht können, aber eine Bash schon, realisiert man halt über VBS, ebenfalls in der Commandline!

    Und natürlich kann man – wenn der Betroffene nicht weiß, was er tut, genausoviel über eine Anleitung zur grafischen Oberfläche zerstören oder bewirken. Gerade neue Windows-Umsteiger folgen sicher lieber einer Klick-da-klick-dort-und-bitte-auch-bei-Warnung-auf-Ja-Anleitung als etwas in die Commandline zu pasten…

    Das Problem sitzt also – wie so oft – zwischen Tastatur und Schreibtischsessel.

  32. „Markieren, Strg+C, Strg+V, ENTER. Das kann jeder.“ Bin ich etwa der Einzige bei dem die Konsole noch mit Standardeinstellungen läuft? Ändert das jeder Anwender beim ersten öffnen der Konsole? Oder ist das bei Ubuntu mittlerweile so?

    Wenn es keine GUI gibt, dann ist es noch nicht für DAUs gemacht. Und Fehler machen sollten auch bei unbedarften Nutzern zu der Erkenntnis führen, das man etwas falsch gemacht hat. Klar gibt es immer mehr Nutzer, die keine Ahnung haben, was sie eigentlich machen, und die das auch nicht interessiert. Aber darf das der Maßstab sein, an dem gemessen und entwickelt wird? Ein gesundes Maß an Eigenverantwortung gehört nun mal dazu, bei allem. Man schneidet sich normalerweise auch nicht absichtlich mit dem Messer, sperrt sich nicht willentlich selbst aus seiner Wohnung aus oder fährt mit geschlossenen Augen Auto.

    Normale Nutzer geben ihren PC auch dem Fachmann, falls sie auf ein Problem stoßen, dass sie nicht selbst lösen können oder nicht motiviert sind dies auch nur zu tun. Das funktioniert auch bei Linux. Das ein Nutzer durch unbekümmertes Anleitungsbefolgen zerstören oder zu einer Gefahr für seine Privatsphäre machen kann lässt sich nicht abstellen. Dafür Anleitungen mit Konsolenbefehlen verantwortlich machen zu wollen ist einfach nur unbegründet, denn genauso gut könnte in der Anleitung stehen „lade mein Programm und starte es“ – der Nutzer, der den Konsolenbefehl unbedacht ausführt wird genauso unbedacht das Programm ausführen. Oder willst du da etwas anderes behaupten?

  33. Pingback: Echtzeit Hintergrundbild der Erde mit Sonnenlicht « bejonet

  34. Der Kommentar, den ich beim Lesen gedanklich verfasst habe, ist schon durch anderen mehrfach geschrieben worden. Im Kurze, jedoch:

    Nicht die Kommandozeile ist böse/gefährlich—sondern unvorsichtiges/dummes Benutzerverhalten. Zu bemerken ist auch, dass eben die Wille, Benutzern von jedweder Gefahr zu bewahren, sehr zu der Untauglichkeit von vielen GUI-Applikationen beigetragen hat.

    Desweiteren haben sehr viele Benutzer von heute unberechtigte Vorurteile gegenüber der Kommandozeile. Dein Beitrag bringt mehr Schaden als Nutzen, da er diese Vorurteile noch verstärkt.

  35. …ich muss immer wieder feststellen, dass Windows-User sehr viel schneller irgendwelchen Böswilligen Sch…Mist (oder auch: Gut gemeinten Mist) auf ihrem System installieren als dies mit Linux überhaupt möglich ist.

    Drei oder vie verschiedene Browser-Toolbars sprechen Bände.

    Also: Auch bei GUIs muss man wissen was man tut, sonst geht’s schief.

  36. Die Konsole fragt nicht lange, sie tut was man ihr sagt. Diese Erfahrung musste ich schmerzlich machen als ich vor einigen Jahren meine ersten Gehversuche mit Linux machte. Heute passieren Fehler seltener – und wenn was passiert, kann ich es einfach wieder ausbügeln.

  37. Beweg dich ins Hauptverzeichnis, und führe den Befehl als sudo aus 🙂

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