12. März 2011 · 11 Kommentare · Kategorien: Open-Source · Tags:

Auf dieses Thema brachte mich eine Blogparade, die auf rockiger.com gestartet wurde. Der sehr reißerische Titel „Warum ist Ubuntu besser als X?“ hätte sich der Autor vielleicht sparen können. Ich interpretiere das Thema jedenfalls nicht so, wie es der Titel der Blogparade suggeriert. Dieser Beitrag hier soll nicht der zweitausendste Vergleich „Windows vs. Linux vs. Mac OS X vs. Wasweißich“ werden. Ich will meinen Lesern eher schildern, warum ich persönlich Ubuntu nutze.

Die Frage nach dem besten Betriebssystem

… kann man wohl nicht für die Allgemeinheit beantworten. Es kommt zu sehr auf die Ansprüche drauf an, die man an das System setzt. Für mich persönlich überwiegen bei einem Ubuntu- die Vorteile gegenüber einem Windows-System. Dies liegt nicht daran, dass ich Windows schlecht finde, einige Dinge macht Windows richtig gut. Folgende Dinge bringen mich aber dazu, Ubuntu als Haupt-Betriebssystem zu verwenden.

Virtuelle Arbeitsflächen

Ich kann mir das Arbeiten auf nur einer Arbeitsfläche nicht mehr vorstellen. Gerade, weil ich meist nur an meinem Notebook arbeite, benötige ich sehr oft einen Ausweichplatz. Ein Desktop alleine reicht meist nur sehr kurz aus. Unter Windows ist das mit Bordmitteln nicht möglich.

Server und Co.

Die Installation eines Apache-Servers samt PHP, MySQL und allem, was man sonst noch so braucht, ist mit einem Ubuntu-System sehr, sehr einfach möglich. Klar kann man das mit XAMPP auch unter Windows so ähnlich machen, die Ubuntu-Lösung finde ich aber etwas einfacher und sauberer. In der Zwischenzeit hab ich mich auch so sehr daran gewöhnt.

Die Entwicklung beobachten

Ich bin ein Mensch, der sehr aufgeschlossen gegenüber Neuem ist. Bei Ubuntu kann man den Fortschritt bzw. die Weiterentwicklung der Programme und des Betriebssystems sehr gut beobachten und Neuigkeiten relativ einfach testen. Mein Betriebssystem ist so nebenbei auch mein kleines Spielzeug, mit dem ich eine Menge Spaß habe. In der Welt der freien Software geschehen täglich spannende Ereignisse und die können mit großer Spannung verfolgt werden.

Anpassen

Linux-Systeme im allgemeinen lassen sich sehr, sehr gut auf persönliche Wünsche anpassen. Man hat die Wahl zwischen mehreren Oberflächen und nahezu unendlich viele Möglichkeiten, sich den Desktop nach Belieben einzurichten. Ich kann mir so die Oberfläche nach meinen Vorlieben einrichten, was das Arbeiten mit dem System effektiver macht.

Der freie Gedanke

Ich finde freie Software einfach etwas Gutes. Sie bringt allen was und jeder darf sie benutzen, verändern und weitergeben.

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11 Kommentare

  1. Hallo,

    habe auch den Beitrag auf rockiger gelesen und beschlossen mich an dieser Diskussion nicht zu beteiligen.
    Dein Beitrag hingegen ist schön Sachlich und bringt deine Meinung gut rüber.
    So und nicht anders muss mit diesem Thema umgegangen werden. Es gibt kein besser oder schlechter, alles ist nur eine Frage des Geschmacks.
    Das immer vergleiche zu Windows heran geholt werden nervt mich persönlich.

    Das wohl einzige was Windows und Linux Systeme gemein haben ist, dass es Betriebssysteme sind. Mit beiden kann man sehr gut Arbeiten und Leben und beide haben Ihre Berechtigung zu Existieren und ihren Nutzern Freude zu machen oder in den Wahnsinn zu treiben. Je nach dem halt 😉

    Have a nice day

  2. Da kann ich dir zustimmen. Der Titel hätte lauten müssen: „Aus welchen Gründen nutzt zu das Betriebssystem, das du nutzt“ oder so ähnlich. Alles andere endet sowieso im Flamewar und bringt nichts.

    Gruß

  3. Stimmt, die Arbeitsflächen sind bei der täglichen Arbeit echt unersätzlich. Bei der Arbeit habe ich sogar extra eine Software namens Virtual Desktop installiert.

  4. Sollte ich auch mal machen oder einen 2. Monitor beantragen

  5. Ich habe beruflich mit vielen Betriebssystemen zu tun (nur mit Max OS X nicht), und bin von Windows mehr als nur enttäuscht, nicht nur als Ingenieur, auch als Benutzer.

    Ich habe auf Anhieb in Windows 7 eine in Windows XP schon fehlenden Funktion (nämlich mehere Partitionen auf einem USB-Stick, die inzwischen ja lächerliche 256 GB groß sein können) samt angeschlossenem Bug, entdeckt. Und das ist nicht der einzige Fehler, den M$ in 9 Jahren nicht in der Lage war, zu korrigieren.

    Wenn ich – nicht wenig – für ein Betriebssystem zahlen muss, erwarte ich, dass weder Fehler jahrelang mitgeschleppt werden, noch heute selbstverständliche Funktionen fehlen. Im Grunde ist Windows 7 nichts Anderes als ein upgedatetes Vista, und Vista nichts Anderes als ein XP mit ein paar Verbesserungen.

    Anders ausgedrückt: Es wurde eindeutig mehr auf Schein (neue Oberfläche) als auf Sein gelegt. Kommt mir irgendwie bekannt vor, ist doch bei allen ach so tollen „Markenprodukten“ großer Konzerne so…

    Die Innovationen, die M$ in 9 Jahren (nicht?) geschafft hat, macht Ubuntu in zwei oder drei Releases durch, also in maximal einem Sechstel der Zeit.

    Nicht zu glauben? Probiert doch bitte mal ein 9 Jahre altes Linux oder Solaris (2.8) aus, und ihr werdet davor stehen wie die Kuh vorm Scheunentor, während sich ein XP-User in 7 problemlos ohne Anleitung zurecht findet und sich an Commandline-Befehlen überhaupt nichs geändert hat.

  6. Das hat meiner Meinung nach aber eher damit zu tun, dass Windows XP schon ziemlich gut war. Linux vor 10 Jahren konnte man einem Normalsterblichen aber wirklich nicht antun.

  7. Naja ich tu mich recht schwer mit der Umstellung auf 7. Glücklicherweise steht das in der Firma noch nicht an. Die ~50 XP Rechner reichen mir zum Administrieren, W7 ist da nicht ganz einfach zu handhaben.
    Beruflich muss ich mich ständig mit Windows rum ärgern. Ich streue aber immer wieder Linux Rechner mit ein. „Wir brauchen einen Server für XY“ Dann nehme ich immer Linux. Bestehendes umzustellen ist aber weit aus schwieriger wenn alles auf Windows basiert. Leider…

  8. Ich empfinde (subjektiv) eine höhere Usability – das liegt aber wohl vor allem an der Anpassbarkeit. Deinen erstgenannten Grund kann ich nicht verstehen, denn auch für Windows gibt es (freie) Programme, die das Nutzen mehrerer Desktops ermöglichen.

  9. ich bin auf Ubuntu umgestiegen, weil es sehr einfach ist, und ich von Windows
    seit es 98 „nicht mehr gibt“ mehr als nur enttäuscht bin.
    Egal wie alt meine verschiedenen Hardware’s sind (z.b Tevion PC-Cam) alles
    funktioniert problemlos. Nie muss ich Geld für Software ausgeben (z.B. Epson
    Stylus Drucker). Selbst Updates sind problemlos. Für mich als fortgeschrittener Laie gibt es nichts anderes mehr (zu Mac kann ich nichts sagen, mir als Anwender nicht bekannt).

  10. Ich brauche 24 h / 7 Tage einen sicheren PC, nein, sogar mehrere.
    Solche, die nicht ständig in die USA telefonieren und mir nicht ermöglichen herauszufinden, was sie dahin übermitteln.
    Ich will, dass ‚mein Rechner mir gehört.‘, dass ich weiß, was abgeht.
    Im Grunde weiß ich das bei Linux natürlich auch nicht wirklich, ich kann aber ziemlich sicher sein, dass es
    a) die Community zum Skandal macht, wenn es ein Datenleck geben sollte und b) dass es nachweisbar (nachlesbar im Quellcode) sein wird,
    während bei den ‚Geheimcodesystemen‘ eher alles vertuscht werden wird.

    Ich genieße nun auch die neue Usability (Unity!), die Geschwindigkeit (auch beim Installieren und booten) und … die Desktops.

    Und, eben nicht zuletzt, die defacto-Sicherheit (defacto-Virenfreiheit) und die FREIHEIT überhaupt !!! 😉

  11. Nun ich verwende Ubuntu weil die Idee der freien Software mir gefällt.Und die Idee an sich verfolge ich seit 2002.
    Harken ja den sehe ich auch, das Thema Farbmanagment für die Bildbearbeitung ist noch immer eher schlecht als recht gelöst. Und Eye of Gnome weigert sich sogar das Systemweit eingehangene Monitorprofil zu verwenden.
    Aber ich bin aktuell eben wesentlich mehr an Ubuntu interessiert. Auch wenn die Probleme der Bildbearbeitung unter Windows leichter zu lösen sind.
    Was die immer noch verbreitete Idee angeht das Windows etwas sonst wo hin übermittelt, hm. Da frage ich mich aktuell wie oft werde ich das noch lesen? Und richtig drollig, ich habe es schon bei Leuten gelesen die freiwillig Facebook verwenden. Da stellt sich doch nun wirklich nicht die Frage was ein System angeblich macht, wenn ich freiwillig unter Linux Facebook mehr Daten in die Hand gebe!
    Auch Sicherheit war nie der Reiz, denn ich habe schnell gemerkt das eine echte Kontrolle eines Linux Systems erst mal gelernt sein will.Nur weil ich vielleicht selber nicht weiß wo und wie ich Schädlinge finde. Zeigt auch das nicht die Abwesenheit. Und Hacker die Betriebsysteme getestet haben waren zuletzt eben eher in Ubuntu als in Win7 und am schnellsten eben in MacOSX.

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