Vor wenigen Tagen wurde ja der Name der übernächsten Ubuntu-Version bekanntgegeben. Die im April 2012 erscheinende Ubuntu-Version wird den Namen Precise Pangolin tragen. Nun ist es bis dahin noch gut ein halbes Jahr, also eigentlich eine lange Zeit. Doch bereits jetzt sollte man sich die Frage stellen: Woran soll bis dahin gearbeitet werden?

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Bekanntlich wird Precise ja eine LTS-Version, wird also über 3 Jahre lang mit Updates versorgt werden. Da ich heute noch Ubuntu 10.10 auf meinem Produktivsystem einsetze, spiel ich mit dem Gedanken, diese Version noch bis zur Precise-Veröffentlichung weiterlaufen zu lassen. Momentan funktioniert das System einfach zu gut, als dass ich Lust hätte, mir Natty oder Oneiric dauerhaft anzutun. Spätestens mit Precise würde ich aber umsteigen, auch da bis dahin Maverick wohl nicht mehr mit Aktualisierungen versorgt werden würde.

Schuppentier (Bildquelle: Wikipedia/Piekfrosch)

Habt ihr besondere Wünsche für das präzise Schuppentier? Welche neuen Funktionen erwartet ihr? Was gefällt euch in Natty/Oneiric nicht und sollte bis Precise unbedingt verbessert werden?

Ich persönlich wünsche mir ein solides, stabiles System. Unity sollte weiter verbessert werden, denn auch in Oneiric hakt es noch an der ein oder anderen Stelle, auch wenn seit Natty eine Menge Fehler oder Unschönheiten korrigiert wurden. Außerdem wünsche ich mir, dass auch der von Unity nicht verwendete Teil von GNOME bis Precise ordentlich verpackt und in den Paketquellen verfügbar gemacht wird. Oneirics GNOME 3.2 ist leider etwas kastriert, die von Unity nicht benötigten Bestandteile wurden etwas vernachlässigt.

Außerdem sollte bei Precise wirklich auf revolutionäre Ansätze verzichtet werden. In letzter Zeit hat sich bei Ubuntu sehr viel getan, immer wieder gab es Baustellen. Ich bin mir aber relativ sicher, dass das LTS-Release nicht mit neuen Funktionen vollgestopft werden wird und wir ein schönes, verbessertes Ubuntu bekommen werden und keine Großbaustelle.

Soviel zu meinen Wünschen. Wie sieht’s bei euch aus?

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13 Kommentare

  1. Dass man in 12.04 erstmal wieder auf größere Umwälzungen verzichten sollte, dem stimm ich zu. Baustellen gibt es genug, die erstmal abgeschlossen werden sollten. Inwieweit ist GNOME 3 denn „kastriert“ in 11.10?

    MfG herb

  2. Da es sich wieder um eine LTS handelt steht natürlich Stabilität ganz oben auf der Liste. Nach meiner Erfahrung (aktuell Natty) waren die letzten Versionen in diesem Bereich ganz in Ordnung, allerdings hat sich auch gezeigt, dass jede Version in diesem Punkt für sich steht. (Die Übergänge von 7.04 auf 7.10 und von 8.10 auf 9.04 waren bei mir Katastrophen.)

    Da es sich dabei um die Version handelt die die nächsten paar Jahre vor allem von Ämtern und Firmen eingesetzt werden wird sollte Sicherheit natürlich ebenfall beachtet werden. In diesem Punkt hat sich Ubuntu, wie die meisten anderen Distros aber bis jetzt ganz gut geschlagen.

    Als einzigen „experimentellen“ Punkt den ich für Sinnvoll erachten würde käme die Unterstützung von TouchScreen-Geräten daher. Und ich meine systemweit. Das hängt natürlich von den Desktop Environments ab und davon, ob vom jeweiligen Programm eine Touch-Version verfügbar ist. Das zumindest in die Quellen packen dieser Alternativen fände ich jedoch gut (sofern sie stabil sind, natürlich). Es geht mir dabei nicht darum, dass die nächste LTS etwas Flashiges braucht, sondern darum, dass sich die Geräte in diese Richtung entwickeln. Soll auch in 3 Jahren noch jemand professionell Ubuntu einsetzen, so muss Ubuntu nativ auf Geräten laufen können, die nur über ihren Bildschirm benutzt werden.

    Zum Schluss: als KDEler wünsche ich mir natürlich einen stabilen und für die Zeit aktuellen KDE (wie auch immer die Version heißen wird die im Januar erscheint).

  3. Moin! Ich bin auch KDE-Nutzer. Man liest für über Unity und GNOME Shell, von KDE hört man relativ wenig. Hast du die neueste Kubuntu-Version schonmal ausprobiert?

    Grüße,
    Christian

  4. Taach 🙂

    Die Beta von Kubuntu Oneiric habe ich noch nicht ausprobiert. Auch wenn man immer wieder von der hohen Qualität der *buntu-Betas hört klatsche ich mir lieber ein „fertiges“ System auf die Platte.

    Wenn du den aktuellen KDE (4.7) meinst, dann ja. Ich habe 4.7 bei mir über die Repositories die du in den jeweiligen Einträgen bei kubuntu.org findest installiert. Soweit habe ich keine großen Unterschiede zu 4.6 gesehen (vor allem weil auch hier noch nicht kdepim 2.0 paketiert ist), das System ist aber ganz rund und macht keine Probleme.

    Setsuna

  5. Ich werd mir Kubuntu sicherlich mal testweise installieren. Bin zwar nicht wirklich KDE-Liebhaber, gespannt auf die Neuerungen und Verbesserungen bin ich aber trotzdem :-).

    Gruß Valentin

  6. Hallo zusammen,

    von Precise erwarte ich natürlich auch Sicherheit und Stabilität – soll ja schließlich ein LTS-Release werden.

    Weitere Wünsche von mir wären:
    – stabileres und anpassbareres Unity
    – Touch-Unterstützung

  7. Ciao a tutti, ich nutze auch Ubuntu 10.10 und werde es auch so lange es geht nutzen, danach werde ich entweder auf Ubuntu 10.04 umsteigen, oder sogar auf Debian.
    Ubuntu 11 habe ich testweise genutzt, sowohl 11.04 als auch 11.10 und binn nicht so begeistert auch nicht von Gnome 3 (Fedora 15), ich weis nicht, es kommt mir so vor, als ob ich die ganze Zeit mit ein Netbook arbeiten würde.
    Ich finde den Menu unübersichtlich und es gibt kaum Möglichkeit den auf den eigenen Bedürfnisse einzustellen, das was mir gerade bei Ubuntu 10 so gefellt und auch nicht mehr missen möchte, einfach die Übersicht.
    Was ich vor allem vermiss, sind die ganzen Einstellungen die unter Gnome 2 möglich sind, vor allem was das Desktop Modding betrifft.
    Wer weis ob sich bei Ubuntu 12 was ändern wird, aber selbst wenn, habe ich auch die Befürchtung, dass der noch nicht so stabil laufen wird, wie bei mir aktuell Ubuntu 10.10 und gerade die Stabilität eines Sytem ist mir besonders wichtig, deswegen binn ich auch von Windows zu Linux umgestiegen.

  8. Gnome3 und auch Unity sind gelinde gesagt für den Desktop Rechner eine Katastrophe.
    Diese GUI sind hauptsächlich für Touch-Bedienung ausgelegt und nicht für ein Maus basiertes Rechnersystem.

    Ich kann hier Gnome nicht verstehen ein gutes Funktionstüchtiges System in die Tonne zu Treten und derart zu Verstümmeln?
    Nichts gegen eine Weiterentwicklung und Modernisierung, aber sollte es hinterher nicht nur Optisch Aufgepeppt sein, sondern auch schneller, einfacher und besser Bedienbar.

    Daher wären 2 Systeme hier angebracht gewesen, ein Gnome für Touch-Bedienung und eines für die Maus/Tastatur, so ist es ein Mix der keiner Eingabegerät basierenden Bedienung gerecht wird.
    Es kommt mir so vor als ob ein Autohersteller abrupt von einer Lenkrad Steuerung zum Joystick übergeht nur weil diese angeblich „Schicker“ und „Moderner“ ist, egal ob die Käufer damit zurechtkommen.

  9. Finde ich nicht. Klar sieht man bei den Oberflächen, dass sie auch für Touchscreens nutzbar sein sollen, aber ich finde sie trotzdem auf dem Desktop-PC besser bedienbar als GNOME2. Vor allem mit ein paar Tastenkürzeln (Supertaste) kann man da ungeheuer effizient damit arbeiten.

    mfg erick

  10. Na ja ob Gnome 3 oder Unity besser bedienbar sind als Gnome 3, ich weis nicht.
    Gnome 3.0 habe ich mit Fedora 15 darmals getestet und der ist mir alle paar mal abgestürzt, probleme mit der Schrift und den „überdimensionierten“ Icons auch, wahrscheinlich lags bei mir auch an den Grafik Chip.
    Es hat mich sogar an KDE 4.2 erinnert, der auch Darstellungsprobleme hatte und auch alle paar mal abgestürtzt ist.
    Unity lief etwas besser, vor allem Ubuntu 11.10, außer den komischen Streifen auf den Desktop.

    Trotzdem sieht es für mich unfertig aus, es läuft alles noch nicht so richtig rund, man hätte beide System ruhig etwas mehr Entwicklungszeit geben sollen. Gnome 3.2 soll auch schon besser laufen, ich binn mal auf Fedora 16 gespannt!

  11. Sorry, ich wollt sagen Gnome 2 besser bedienbar als Gnome 3

  12. Ich binn heut net gaz dar,
    Gnome 3 besser bedienbar als Gnome 2
    jetzt passt!

  13. Es kommt mir so vor als ob ein Autohersteller abrupt von einer Lenkrad Steuerung zum Joystick übergeht nur weil diese angeblich “Schicker” und “Moderner” ist, egal ob die Käufer damit zurechtkommen.

    Welcher Käufer ?? Ubuntu ist kostenlos dachte ich immer und warum dieser Äpfel – Birnen Vergleich ?

    Wenn man es nicht möchte und nur rummotzt ,sollte man sich selber hinsetzen und ein OS schreiben und es besser machen hmm …was dieses ganz gebrüll immer soll *kopfschüttel*

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