Auf reddit macht derzeit ein Bild die Runde, auf der Google Maps Zeuge einer tödlichen Straftat sein soll. Dass Bild.de daraus eine Story macht, überrascht natürlich niemanden. Auf welche dreiste Art und Weise das geschieht, schon eher.

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Zu aller erst, hier das originale Bild, welches auf reddit verlinkt wurde:

Google Maps Blutmord (original) [Bildquelle]

Google Maps Blutmord (original) [Bildquelle]

Und nun die Version des Bildes, die auf der Startseite von Bild.de erscheint. Scheinbar ist den „Redakteuren“ dort ja nichts zu blöd. Die dunkle Spur auf dem Steg wird einfach etwas rot eingefärbt, bzw. das Bild insgesamt übersättigt. Aus der Spur, welche wahrscheinlich durch einfaches Wasser zustande kam, wird recht eindeutig rotes Blut.

Google Maps Blutmorg (bild.de) [Bildquelle]

Google Maps Blutmorg (bild.de) [Bildquelle]

Diese gefälschte nachbearbeitete Version des Bildes wird übrigens nur auf der Startseite von Bild.de angezeigt, im Artikel selbst erscheint dann die harmlose, normale Version – ohne Blutspur. Das Ziel – ein paar Klicks mehr – hat man da ja schon erreicht.

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4 Kommentare

  1. LOL!! Die Aushilfskrimileser bei BLÖD sind echt der Knaller! Allein die Form der Spur spricht gegen jegliche Gewalttat. Um soviel Blut so gleichmäßig als Tropfspur zu verlieren, muss das Opfer großflächig und gleichmäßig bluten. Dabei würde sich der Täter ganz gewaltig einsauen, denn er muss es ja tragen. Und er würde damit entsprechend selber Spuren hinterlassen, die das Spurenbild stören. Eine Schleifspur ist ausgeschlossen, denn die sieht anders aus. Besonders witzig ist, dass das Bluten sehr plötzlich aufhört, genau mit Ende des Holzes. Wasser auf Rasen sieht man nicht, Blut auf Rasen sehr wohl. Selbst wenn man annimmt, dass das Opfer z.B. in einen PKW verbracht wurde, muss dieser EXAKT so geparkt werden, dass noch Blut auf das letzte Stück Steg tropft, aber nicht auf den Weg. Und wer sowas beachtet, der lässt nicht eine fette Blutspur zurück.

    Das hätte BLÖD nicht wissen müssen, aber sie hätten ja mal jemand fragen können, der sowas beruflich macht. Ich glaube, die nennt man Polizisten und die geben ganz kostenlos Auskunft zu solchen Dingen. Wenn auch der BLÖD nicht sehr gerne, denn die tendiert zu falschen Zitaten und Falschverstehen. Und natürlich zu Bildmanipulation und tendenziöser Berichterstattung. Und, liebe BLÖD, frisches Blut auf Holz ist NICHT so schön rot…*seufz*

  2. wundert nicht, daß BILDblöd solch einen Schmarren bringt. Die haben ja auch googleEarth-Bilder genommen, wo am Meeresgrund scheinbar Linienmuster zu sehen sind und fabuliert ob es sich dabei um Straßen versunkener Städte handeln könnte. Dabei aber nicht bedacht, daß das Städte vom Ausmaß halber Länder sein müßten.
    Ich glaube, daß bei BILD einfach nur dumme Menschen arbeiten, die intellektuell nicht begreifen was sie sehen oder irgendwo aufschnappen. Nur so sind manche Meldungen zu erklären. Der Rest des Schmarrens wird wohl tatsächlich kalkulierte Skandalisierung und Dramatisierung sein um Aufmerksamkeit zu erreichen.

  3. Pingback: Interessante Links und Nachrichten 17.04.2013ff - Pirat Aleks A.

  4. Pingback: Bild.de bedient sich bei Reddit II | René bloggt

  5. Gibt es eigentlich in der Bild-Redaktion auch Pressenutten, die ihre Pubertät hinter sich gelassen haben? Mit IQ über 80? Mit fachspezifischer Ausbildung?

  6. @Harald:
    Ich glaube das bei Bild sehr clevere Menschen arbeiten. Die Dummen sind die, die sofort klicken und das Ganze weitertragen.
    Die Cleverness besteht darin, so viele Klicks wie irgend möglich zu bekommen.

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