Facebook setzt Filter Bubbles gezielt dazu ein, den Umsatz durch Werbung zu erhöhen. Facebook zeigt gepostete Beiträge nämlich niemals allen Menschen an, die mit der Seite oder der Person verknüpft sind. Je mehr „Gefällt mir“ oder Kommentare es für einen Beitrag gibt, desto eher erreicht der Beitrag auch alle Nutzer. Facebook sieht sich aufgrund der Fülle an Beiträgen dazu gezwungen, diese zu filtern, allerdings kommt dieser Umstand Facebook auch sehr gelegen. Es lässt sich damit nämlich gut Geld machen.

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Ein Beispiel

Verfügt eine Facebook-Seite über 50.000 „Gefällt mir“, taucht ein Post dieser Seite normalerweise nur bei einem kleinen Teil der Nutzer auf (z. B. 1.000 – 10.000), nämlich bei denen, die ab und zu mit Inhalten der Seiten interagieren. Alle anderen erreicht die Seite im Normalfall nicht (mit Ausnahme von Beiträgen die besonders oft „geliked“ werden).

Facebook bietet Seitenbetreibern im Admin-Bereich sehr prominent eine Möglichkeit an, ihre Posts einem größeren Nutzerkreis anzeigen zu lassen. Die Seitenbetreiber sollen also dafür bezahlen, dass ihre Beiträge Menschen angezeigt werden, welche ihnen zum Teil sowieso schon folgen. Irgendwie seltsam.

Auf der picomol-Facebookseite beispielsweise kommen bei nur knapp 10% der Nutzer die Postings auch an. Zugegeben, die Seite ist nicht sonderlich beliebt und die automatisierten Posts sind nichts Weiteres als Links zu den Artikeln hier im Blog. Trotzdem drängt mich Facebook im Adminbereich quasi dazu, doch ein paar Euro für mehr Likes in die Hand zu nehmen. Eine gute Zusammenfassung zu dem Thema bietet auch folgendes Video, „The Problem With Facebook“.

Dass Facebook Beiträge filtert und bezahlte Beiträge anzeigt ist jetzt natürlich nichts Brandneues. Man sollte sich aber bewusst sein, dass eine verstärkte Filterung sich wahrscheinlich positiv auf die Zahlungsbereitschaft gewisser Seitenbetreiber auswirkt. Denn Seiten zahl irgendwann für Menschen, die ihnen eigentlich schon freiwillig folgen.

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