Nachdem LibreOffice heute seinen ersten Geburtstag feiert, will ich sowohl Entwicklern als auch allen anderen Beteiligten erstmals gratulieren. Allerdings ist für mich jetzt der Tag gekommen, an dem man sich fragen sollte, ob und wie man OpenOffice und LibreOffice wieder zusammenführen kann.

Erfolgsgeschichte?

Man hat seit der Gründung des OpenOffice-Forks LibreOffice und der Abspaltung eines großen Teiles der Entwickler-Community vom Mutter-Projekt einiges erreicht. Zum einen ist man Oracle losgeworden, das OpenOffice einige Zeit nach der Teilung für seine Zwecke zu Grabe getragen hat. Zum anderen hat man es geschafft, neue interessierte Entwickler in die Community mit einzubinden. Nun stellt sich für mich allerdings die Frage, ob es weiterhin sinnvoll ist, an zwei fast identischen Office-Paketen weiterzuarbeiten. Nachdem OpenOffice nämlich der Apache-Foundation übergeben wurde, ist auch dasselbe „so richtig frei“. Zeit also, über die Zukunft nachzudenken.

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Wunschvorstellung

Mein Wunsch wäre es, OpenOffice als Projekt aufzugeben und den Namen der beliebten Büro-Suite an LibreOffice zu übergeben. Dessen Entwicklungskonzept sagt mir persönlich mehr zu, da es transparenter, freier und zugänglicher ist. Allerdings ist der Name OpenOffice bis heute sicherlich prominenter und bekannter, weshalb es sicher praktisch wäre, könnte das LibreOffice-Projekt den Namen des Mutter-Projekts erben.

Es hat offensichtlich keinen Sinn, zwei Office-Pakete mit denselben Zielen parallel aber unabhängig voneinander zu entwickeln. Dazu sind die Programmierer- und Geld-Ressourcen im OpenSource-Bereich einfach zu begrenzt. Und wer denkt, man könne Neuerungen des einen Programms ganz einfach in das andere integrieren, der irrt. Die Produkte sind nämlich inzwischen so verschieden, dass dies nur mehr mit hohem Arbeitsaufwand möglich ist.

The Document Foundation zum 1. Geburtstag: http://blog.documentfoundation.org/

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5 Kommentare

  1. Ich nutze LibreOffice seit es es gibt. Mir wäre es auch lieber, wenn es wieder ein Projekt wäre – also ich meine keine Zusammenschließung, sondern OpenOffice.org beerdigen.

    Mir persönlich gefällt aber der Name „LibreOffice“ irgendwie besser als OpenOffice.org.

  2. Wen interessiert schon der Name. Klar OpenOffice ist wesentlich bekannter, aber wichtiger fänd ich es wenn die ApacheFoundation ihre Leute mit in die DocumentFoundation stecken würden.

  3. Sehe ich ebenso. Auf Dauer wird es nicht funktionieren, die zwei Projekte gleichzeitig zu betreiben.

  4. Hallo zusammen,

    seit ich Libre Office benutze, finde ich sogar dass die Software benutzbarer geworden ist.
    Open Office stürzte oft ab, Tabellen die man ezeugt hat waren oft fehlerhaft, selbst wenn mann URL Links erstellen wollte, gab es Fehler.
    Ich hab mir dass bis OO 3.2 angeschaut und dann von der Festplatte verband. Seit einiger Zeit nutze ich Libre Office in Version 3.3.2 und es läuft bis jetzt ganz gut, außer ein paar Aussetzter am Anfang.
    Was meiner Meinung gar nicht geht ist das Aussehen. Schon bei Open Office war es schon zum darvon laufen, es erinnert mich arg an die Anfänge von MS Office und Libre Office ist dar leider auch nicht besser.

  5. Erstmals Hallo. Ich bin heute zufälligerweise auf den Blog gestossen. Sehr interessant und schön. Ich verwende im Moment einfach gar keine Office-Suite. AbiWord und Gnumeric reichen für mich völlig aus. Seit ich elementaryOS benutze, verwende ich eigentlich nur noch diese Applikationen. Meiner Meinung nach auch stabiler.

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