Als ich in heute mit der Entwicklerversion von Intrepid Ibex ein wenig herumgespielt habe, ist mir etwas sehr interessantes aufgefallen. Compositing in Metacity lässt sich ohne den proprietären NVIDIA-Treiber aktivieren.
Da mir Ubuntu für Intrepid derzeit noch keine NVIDIA-Treiber anbietet, muss ich mit dem standardmäßig aktiven Vesa-Treiber Vorlieb nehmen. Dieser unterstützt kein 3D, also keine 3D-Spiele und kein Compiz. Ich muss also ohne Compositing auskommen….dachte ich. „Vielleicht funktioniert ja das Metacity-Compositing“, war ich am überlegen. Ich öffnete also den gconf-editor (alt+f2, gconf-editor eingeben) und wechselte dort nach /apps/metacity/general. Ich setzte das Häckchen bei compositing_manager und siehe da, plötzlich bekam ich Schatten- und Transparenzeffekte zu Gesicht.
Trotzdem war ich mir noch nicht ganz sicher: „Falls ich jetzt wirklich ein Compositing-unterstützendes System habe, so müssten jetzt auch Programme wie Avant-Window-Navigator usw. laufen.“ Schnell installierte ich AWN und startete es. AWN lief, schnell und ohne Fehler. Ganz so als hätte ich einen Treiber installiert, der 3D unterstützt.
Von nun an scheint Compositing also nicht mehr nur Leuten vorbehalten zu sein, welche einen Grafikkartentreiber mit mit 3D-Unterstützung haben, sondern auch denen, die möglicherweise weniger Glück mit den Treibern oder ihrer Karte haben. Ich bin mir nicht sicher, ob das auch schon unter Hardy funktioniert, aufgefallen ist es mir jedenfalls nie. Trotzdem müsste es theoretisch möglich sein, denn noch verwenden Hardy und Intrepid die selbe GNOME/Metacity-Version.
Update: Ich habe meine 3D-Treiber unter Hardy jetzt mal zeitweise deaktiviert um zu sehen ob es auch hier funktioniert. Und….es funktioniert tadellos!
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