Zwei Jahre alt ist es nun, mein HTC Desire S. Das bedeutet unter anderem, dass die gesetzliche Gewährleistung nicht mehr gültig ist. Fällt das Gerät nun außeinander, bleib ich auf dem Schaden sitzen. Eigentlich muss ich mit dem Gerät ja bereits jetzt zufrieden sein, zwei Jahre hält ein großer Teil der Smartphones gar nicht durch.
CyanogenMod läuft gut
Seit etwa einem halben Jahr läuft auf meinem Desire S CyanogenMod 10 (entspricht im Grunde Android 4.1). Ich bin zufrieden damit, auch wenn ich anfangs etwas herumbasteln musste. Seit Android 4.1 jelly Bean darauf läuft, arbeitet mein Handy so flüssig und problemlos wie nie. Ich werde daran auch nichts mehr ändern: „Never change a running system“.
Von der Hardwareausstattung ist das Smartphone bereits etwas in die Tage gekommen:
- Der 1 GHz-Prozessor reißt heute niemanden mehr vom Hocker. Für meine Bedürfnisse ist das Ding aber immer noch ausreichend.
- Dafür, dass das Teil bereits über zwei Jahre auf dem Buckel hat, ist die RAM-Ausstattung auch gar nicht mal so schlecht, 768 MB, mehr hätte ich eigentlich nie benötigt.
- Das SLCD-Display hat 840×480 Pixel. Das ist immer noch okay, wie ich finde.
Neuer Akku
Mit dem Akku war ich eigentlich immer recht zufrieden. Zwei Tage komme ich bei normaler Nutzung aus. Dabei schalte ich aber zum Beispiel Wlan aus, wenn ich außer Haus bin.
Nach etwa eineinhalb Jahren habe ich mir dann doch einen neuen Akku zugelegt, weil ich irgendwann dann schon merkte, dass die Laufzeit etwas abnahm. Probleme über einen Tag zu kommen, hatte ich nie, aber zwei Tage gingen sich normalerweise nicht mehr aus.
Ich entschied mich für einen Akku von Anker*. Dieser hat eine etwas höhere Kapazität als der originale HTC-Akku. Ich bin zufrieden damit, komme wieder problemlos über zwei Tage.
Otto Normal braucht kein High-End
Ich habe mich damals, nach der Vorstellung des Gerätes bewusst gegen High End entschieden. Dieses HTC Desire S war nie ein Top-Produkt, sondern bestenfalls ein solides Mittelklasse-Smartphone. Die Kombination aus Bildschirmgröße, Akkugröße, Prozessor, Verarbeitung und Design hat mich damals diese Entscheidung für ein solides Produkt und gegen ein (temporäres) High-End-Smartphone gebracht.

Tatsächlich bin ich bis heute zufrieden damit. Klar, der Bildschirm könnte etwas größer, schärfer, das gesamte System auch etwas schneller sein. Aber brauch ich das wirklich? Nein. Ich bin froh, wenn mein Firefox ruckelfrei scrollt, wenn ich die volle Auswahl an Apps habe und mich das Teil nicht einschränkt. Alles funktioniert derzeit so, wie ich es haben möchte.
Möglicherweise fällt das Handy ja jetzt, einige Wochen nach Ende des Gewährleistungszeitraums plötzlich auseinander. Dann wird’s hier einen neuen, aber bösen, Artikel geben.
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